Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Feuerwehren proben Ernstfall in Jänickendorf

Jänickendorf Feuerwehren proben Ernstfall in Jänickendorf

Am späten Freitagnachmittag brach in Jänickendorf plötzlich die Hölle los: Aus einer Bäckerei drang dichter Rauch, es gab mehrere Verletzte – so das Szenario der gemeinsamen Katastrophenschutzübung der Freiwilligen Feuerwehren von Nuthe-Urstromtal und Luckenwalde. Mehr als 170 Rettungskräfte und 31 Fahrzeuge waren im Einsatz.

Voriger Artikel
In der Kirche von Höfgen klingt es exotisch
Nächster Artikel
Strandliegen für die jungen Bewohner

Alle zwei bis drei Jahre probt die Freiwillige Feuerwehr für den Ernstfall.

Quelle: Katja Schubert

Jänickendorf. Um 17.59 Uhr schrillte am Freitag der Alarm in der Jänickendorfer Großbäckerei „Coolback“. Die Mitarbeiter wurden zu sicheren Sammelplätzen eskortiert, Rauch strömte aus der Produktionsstätte, gegen 18.14 Uhr trafen schon die ersten Löschwagen ein. Was aussah wie ein Katastrophenszenario, war ein gut geplanter Übungs-Großeinsatz der Freiwilligen Feuerwehren von Nuthe-Urstromtal und Luckenwalde.

Zwanzig Löschgruppen mit mehr als 170 Einsatzkräften und 31 Fahrzeugen versammelten sich aus der gesamten Urstromtaler Umgebung und erfuhren zumeist erst vor Ort, dass dies ein Übungseinsatz war. Der Katastrophenschutz, das Ordnungsamt und die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des DRK unterstützten die Arbeit der Feuerwehr, auch die Nuthe Urstromtaler Bürgermeisterin Monika Nestler war vor Ort.

Wasserwand, um Dorfbewohner vor giftigen Dämpfen zu schützen

Um den Vorfall realistisch zu gestalten, mimten zehn „Coolback“-Mitarbeiter verletzte Brand- und Rauchgasopfer. Zunächst überschaute die Feuerwehr-Einsatzleitung die Lage und verteilte dann die Einsatzkräfte in vier Kommando-Abschnitte. Ein gestellter Brand im Rohstofflager, die Bergung und Versorgung der „Verletzten“ und die Bekämpfung von womöglich austretendem Ammoniak wurden gleichzeitig angegangen. Um die Dorfbewohner zu schützen, wurde eine Wasserwand aufgebaut, die austretende Dämpfe unterdrücken sollte. Einzelne Feuerwehrkräfte konnten, gekleidet in Chemikalien-Schutzanzüge, ihre Spezialausbildung für den Ernstfall proben.

Windrichtungswechsel, kurzzeitige Funkstörungen und Kommunikationsprobleme erschwerten die Arbeit leicht. „Wir üben einen solchen Großeinsatz alle zwei bis drei Jahre. Die Alarmbereitschaft und Gefahrenerkennung haben perfekt funktioniert, in anderen Bereichen gab es jedoch ein wenig Nachholbedarf“, resümierte Übungsleiter und Gemeindebrandmeister Bernd Wendlandt (61).

Von Katja Schubert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg