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Teltow-Fläming Feuerwehren proben Ernstfall in Jänickendorf
Lokales Teltow-Fläming Feuerwehren proben Ernstfall in Jänickendorf
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11:05 12.06.2017
Alle zwei bis drei Jahre probt die Freiwillige Feuerwehr für den Ernstfall. Quelle: Katja Schubert
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Jänickendorf

Um 17.59 Uhr schrillte am Freitag der Alarm in der Jänickendorfer Großbäckerei „Coolback“. Die Mitarbeiter wurden zu sicheren Sammelplätzen eskortiert, Rauch strömte aus der Produktionsstätte, gegen 18.14 Uhr trafen schon die ersten Löschwagen ein. Was aussah wie ein Katastrophenszenario, war ein gut geplanter Übungs-Großeinsatz der Freiwilligen Feuerwehren von Nuthe-Urstromtal und Luckenwalde.

Zwanzig Löschgruppen mit mehr als 170 Einsatzkräften und 31 Fahrzeugen versammelten sich aus der gesamten Urstromtaler Umgebung und erfuhren zumeist erst vor Ort, dass dies ein Übungseinsatz war. Der Katastrophenschutz, das Ordnungsamt und die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des DRK unterstützten die Arbeit der Feuerwehr, auch die Nuthe Urstromtaler Bürgermeisterin Monika Nestler war vor Ort.

Wasserwand, um Dorfbewohner vor giftigen Dämpfen zu schützen

Um den Vorfall realistisch zu gestalten, mimten zehn „Coolback“-Mitarbeiter verletzte Brand- und Rauchgasopfer. Zunächst überschaute die Feuerwehr-Einsatzleitung die Lage und verteilte dann die Einsatzkräfte in vier Kommando-Abschnitte. Ein gestellter Brand im Rohstofflager, die Bergung und Versorgung der „Verletzten“ und die Bekämpfung von womöglich austretendem Ammoniak wurden gleichzeitig angegangen. Um die Dorfbewohner zu schützen, wurde eine Wasserwand aufgebaut, die austretende Dämpfe unterdrücken sollte. Einzelne Feuerwehrkräfte konnten, gekleidet in Chemikalien-Schutzanzüge, ihre Spezialausbildung für den Ernstfall proben.

Windrichtungswechsel, kurzzeitige Funkstörungen und Kommunikationsprobleme erschwerten die Arbeit leicht. „Wir üben einen solchen Großeinsatz alle zwei bis drei Jahre. Die Alarmbereitschaft und Gefahrenerkennung haben perfekt funktioniert, in anderen Bereichen gab es jedoch ein wenig Nachholbedarf“, resümierte Übungsleiter und Gemeindebrandmeister Bernd Wendlandt (61).

Von Katja Schubert

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