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Teltow-Fläming Bessere Ausstattung für Bibliothek gewollt
Lokales Teltow-Fläming Bessere Ausstattung für Bibliothek gewollt
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01:18 01.12.2018
Bibliothekarin in Sperenberg Quelle: Frank Pechhold
Am Mellensee

Geld ist chronisch knapp. Den Sparzwang bekommt auch die Bartholomäus-Krüger-Bibliothek zu spüren. Deshalb setzt sich deren Leiterin Diana Ulbrich dafür ein, dass die einzige öffentliche Lese- und Ausleihstätte der Gemeinde Am Mellensee im Haushalt 2019 finanziell besser ausgestattet wird. Darüber wurde Dienstagabend im Finanzausschuss diskutiert.

Aktuell sind 72.000 Euro für Sach- und Personalkosten veranschlagt. Um das Medienangebot für die rund 1000 Bibliotheksnutzer zeitgemäßer zu gestalten, bedarf es materieller und personeller Veränderungen. Die Gesamtkosten betragen 12.480 Euro. Beispielsweise soll eine geförderte Aushilfskraft auf 450-Euro-Basis beschäftigt werden. Weiter beantragt Ulbrich einen Etat in Höhe von 4000 Euro für den Kauf neuer Medien. Ein Gutachten empfiehlt, dass eine Gemeinde jährlich zwei Euro pro Einwohner für neue Medien ausgibt.

Ulbrich: „Einfach nicht mehr zeitgemäß“

Würde die rund 6500 Einwohner zählende Gemeinde Am Mellensee der gutachterlichen Empfehlung folgen, müsste sie jährlich 13.000 Euro in neue Bücher, CDs und DVDs für die Bibliothek investieren. Hinzu kommt der Wunsch nach 500 Euro für Veranstaltungen und Autorenlesungen. „Bisher stand dafür kein Geld zur Verfügung.“ Ulbrich zufolge sei die Bibliothek eine der letzten im Landkreis Teltow-Fläming, in der die ausgeliehenen Medien noch per Karten verbucht werden. „Die Ausleihe ist einfach nicht mehr zeitgemäß.“ Um das zu ändern, werden Technik und Software im Wert von rund 3500 Euro benötigt. „Wenn wir diese technischen Grundlagen geschaffen haben, möchten wir die Onleihe anbieten“, sagt Ulbrich.

Bedingung dafür ist der Beitritt zu einem Kreisverbund, dem etwa die Bibliotheken in Blankenfelde Mahlow, Zossen und Luckenwalde angehören. Jede Kommune bestellt jährlich für einen gewissen Betrag Hörbücher, -zeitschriften und andere elektronische Medien. Dieser Medienpool steht allen Lesern im Verbundgebiet zur Verfügung.

Hürdler: „Das ist ein Trauerspiel“

„Der Medienverbund ist eine gute Sache“, sagte Erhard Bischert (UWG). Kay Brückner (SPD) dankte Diana Ulbrich für die gute Arbeit. Ulbrichs Vorschlägen könne er nur vorbehaltlos zustimmen. „Können wir uns eine Steigerung der Kosten für die Bibliothek um rund 15 Prozent leisten“, wies der Finanzausschuss-Vorsitzende Heiko Winterstein (CDU) auf die prekäre Haushaltssituation hin. Bürgermeister Frank Broshog (parteilos) schlug vor, einen Förderverein für die Bibliothek zu gründen. „Wir sind so arm, dass wir um etwas mehr Geld für die Bibliothek feilschen müssen“, so Doreen Schulze (Die Linke).

„Das ist ein Trauerspiel“, sagte der Gadsdorfer Ortsvorsteher Uwe Hürdler. Er sei überzeugt davon, dass die Gemeinde Am Mellensee bald in die roten Zahlen rutsche und nicht mehr aus eigener Kraft heraus kommen könne. Diese Meinung habe er kürzlich in der Beratung des Bürgermeisters mit allen Ortsvorstehern vertreten. „Wir sollten mit einer anderen Kommune fusionieren“, so Hürdler. Kein Ortsteil brauche in diesem Fall Angst vor dem Verlust seiner Identität haben.

Von Frank Pechhold

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