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Finanzierung für Buslinie 713 in Gefahr

Rangsdorf Finanzierung für Buslinie 713 in Gefahr

Erst vor zwei Jahren hat der Rangsdorfer Westen Anschluss an das Busnetz bekommen. Die Fahrten der Linie 713 bis zur Seeschule könnten weniger werden oder ganz wegfallen, denn der Kreis fordert mehr Geld von der Gemeinde für den Nahverkehr. Diese hingegen kann derzeit kein zusätzliches Geld ausgeben.

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Die Buslinie verkehrt stündlich zwischen Groß Machnow und dem Blankenfelder Bahnhof. Seit der Eröffnung des Tunnels steuert sie auch den Rangsdorfer Westen an.

Quelle: Christian Zielke

Rangsdorf. Wird der Rangsdorfer Westen künftig ganz oder zumindest teilweise vom öffentlichen Nahverkehr abgeschnitten sein? Diese Möglichkeit besteht, wenn sich die Gemeinde und der Kreis in den kommenden Wochen nicht einig werden.

In dem am 11. Dezember beschlossenen Haushalt für das kommende Jahr hat der Landkreis Teltow-Fläming den Zuschuss der Gemeinde Rangsdorf für die Buslinie 713 von bislang knapp 5000 auf dann 14 000 Euro nahezu verdreifacht. „Den Grund dafür hat uns niemand genannt“, sagt Bürgermeister Klaus Rocher (FDP). Er sei von der Entscheidung des Kreistags überrascht gewesen. Erfahren hat er davon einige Tage später, als die Landrätin in einem Brief um die Überweisung der höheren Gebühr für den Nahverkehr bat. „Uns hat leider im Vorfeld niemand informiert, auch nicht die Rangsdorfer Kreistagsabgeordneten“, sagt Rocher. Laut Vertrag hätte der Kreis bereits bei einer Überschreitung der Gebühr von fünf Prozent auf die Gemeinde zukommen müssen.

Bürgermeister will Vertrag kündigen

Nun will Rocher den Vertrag für die Mehrleistungen auf der Linie 713 vorsichtshalber kündigen, denn im Haushalt 2017 ist kein Geld mehr übrig und der Haushalt 2018 ist aufgrund der geplanten Kreditaufnahme für den neuen Hort nur vorläufig. Zusätzliche freiwillige Aufgaben, zu denen der Busverkehr zählt, darf die Gemeinde derzeit nicht finanzieren.

Bis zum 10. Januar soll die Seeschule entscheiden, ob sie sich im kommenden Jahr – wie bisher – an der Finanzierung der Buslinie beteiligt. Viele Schüler nutzen den Bus vom Bahnhof bis zu der privaten Schule an der Stauffenbergallee. Bisher ist offen, ob und in welcher Höhe sich die Seeschule künftig an der Buslinie beteiligt.

Ob eine drohende Rückkehr zur ursprünglichen Grundversorgung bedeutet, dass die Busse künftig seltener fahren oder bestimmte Halstestellen nicht mehr ansteuern, dazu wollte sich Siegmund Trebschuh, der Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung Teltow-Fläming, nicht äußern. Aus seiner Sicht sei das letzte Wort noch nicht gesprochen: „Wir sind sehr daran interessiert, den bestehenden Verkehr aufrecht zu erhalten.“ Dass die Gemeinde Rangsdorf über die Mehrkosten für das erhöhte Angebot nicht informiert worden sei, führt er auf ein Missverständnis zurück.

Kreis ist zuversichtlich, dass sich eine Lösung findet

Es hätte der Gemeinde jedoch schon länger klar sein müssen, dass sie in Zukunft mehr zahlen müsse, nachdem man die bisherige Grundversorgung auf der Linie 713 im Verlauf der Jahre ausgebaut habe. Der Kreis müsse alle Gemeinden gleich behandeln, so Trebschuh. Dazu gehöre auch, dass sie die Hälfte der gefahrenen Bus-Kilometer selbst tragen. „Jetzt kommt es auf die Verhandlungen zwischen Kreis, Gemeinde und Seeschule an“, sagte der Amtsleiter. Es sei nicht sein Wunsch, eine Buslinie wegfallen zu lassen. Wenn die Finanzierung nicht gewährleistet sei, müsse man sehen, wie man den Verkehr in Zukunft aufrecht erhält. Trebschuh weiter: „Ich bin sicher, dass wir eine Lösung finden.“

Von Christian Zielke

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