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Teltow-Fläming Finanzminister besucht Ludwigsfelder Gymnasium
Lokales Teltow-Fläming Finanzminister besucht Ludwigsfelder Gymnasium
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18:10 03.05.2016
Finanzminister Christian Görke (Linke, l.) mit dem Schulleiter des Ludwigsfelder Gymnasiums, Volker Freitag. Quelle: Gudrun Ott
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Ludwigsfelde

Aus Anlass der Europawoche hat am Dienstag Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) das Ludwigsfelder Marie-Curie-Gymnasium besucht und mit Schülern diskutiert. Die Europawoche wird vom 30. April bis zum 9. Mai in allen Bundesländern begangen. Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, sprach in seinem Grußwort aus diesem Anlass von turbulenten Zeiten und wies unter anderem auf das globale Phänomen wie die Flüchtlingsbewegungen hin, auf die es keine nationalen Antworten geben könne.

Aktionswoche: Gespräche mit Europapolitikern

Das Marie-Curie-Gymnasium nutzt die Europawoche um den Schülern der 10. Klassen die Möglichkeit zu geben, mit Politikern verschiedener Parteien aus dem Europaparlament ins Gespräch zu kommen, und den Schülern so einen anderen Blick, einen außerhalb des Politikunterrichtes, auf die Europäische Union zu gewähren, erklärt Schulleiter Volker Freitag den Ansatz.

Am Dienstag kam nun Finanzminister Christian Görke an das Ludwigsfelder Gymnasium, nachdem sich zuvor schon die Brandenburger Europaabgeordneten Susanne Melior (SPD) und Christian Ehler (CDU) sich den Fragen der Schüler gestellt hatten. Minister Görke erklärte den Schülern zunächst sein Ministerium, zu dem die Finanzverwaltung sowie die Bau- und Liegenschaftsverwaltung mit insgesamt über 4000 Mitarbeitern gehören. Görke kennt sich aber auch im Bildungssystem aus: Er war Lehrer für Sport und Geschichte an einer weiterführenden Schule.

Görke: „Seit 2009 die Ausgaben für Bildung erhöht.“

Ihm liege besonders die Bildung am Herzen, betonte er. „Wir haben seit 2009 die Ausgaben für Bildung erhöht. Wir investieren in Köpfe und in Beton, denn wir brauchen nicht allein Lehrer, wir müssen auch Schulgebäude sanieren.“ Er erwähnte das Durchschnittsalter Brandenburgischer Lehrer, von denen die meisten über 50 Jahre alt sind. Ähnlich ist es bei der Polizei.

Die Schüler zweier 10. Klassen hatten in Arbeitsgruppen gemeinsam mit ihren Politiklehrern Matthias Fleischmann und Rainer Rostock die Fragen an den Minister entwickelt und zusammengefasst. Auf die Frage, wie die Flüchtlinge zu integrieren seien, nannte Görke an erster Stelle die Bildung. Er gehe davon aus, dass 80 Prozent aller Schutzsuchenden in Deutschland bleiben werden. Für ihn ergeben sich daraus auch Chancen, er führte seine Heimatstadt Rathenow als Beispiel an. „Viele junge Leute wandern ab. Die Flüchtlinge sehe ich auch als Chance, die Flüchtlingsbewegung als eine Art Konjunkturprogramm für unser Land“, sagte Görke.

Fragen zu AfD, BER und TTIP

Auf die Frage: „Was tut die Linke, um einen Wahlsieg der AfD zu verhindern?“, sagte der Minister, er sehe Anstrengungen, sich mit den Sichtweisen von AfD-Wähler auseinanderzusetzen. „Es wird ein hartes Stück Arbeit die Menschen zurückzugewinnen“, so Christian Görke. Die Frage nach der Zukunft des BER löste unter den mehr als 50 Schülern allgemeine Heiterkeit aus. Auch zum Transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP stellten die Schüler Fragen. Görkes Antwort war zurückhaltend: „Wir haben uns im Land Brandenburg noch keine abschließende Meinung gebildet. Doch genmanipulierte Produkte gehören nicht auf den deutschen Markt und ich bin sehr skeptisch, dass die Amerikaner unsere hohen Standards akzeptieren.“

Die beiden Politiklehrer werteten die Veranstaltung im Anschluss mit den Schülern aus. Alle waren durchaus zufrieden mit der Veranstaltung. Matthias Fleischmann nannte das Konzept „gut aufgegangen“. Der 16-jährigen Michelle Ahlers gefielen die spontanen Antworten des Finanzministers. Dennis Dombrowski sagte, für einen Politiker habe Christian Görke viele Informationen geliefert. Der 15 Jahre alte Schüler Florian Große zeigt sich überrascht, wie offen der Minister mit den Fragen umgegangen ist. Die gleichaltrige Linda Leopold fügte aber auch an: „Es wird sich nicht alles so durchsetzen lassen, wie es sich der Minister wünscht.“

Von Gudrun Ott

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