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Teltow-Fläming Finanzminister trifft Landrätin
Lokales Teltow-Fläming Finanzminister trifft Landrätin
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21:40 09.08.2016
LGC-Geschäftsführer Theodorus Wienholts (r.) führt Christian Görke (l.) und Landrätin Kornelia Wehlan durch die neue Lagerhalle. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Mit einem Scheck, den ein Finanzminister üblicherweise bei einem Besuch mitbringt, konnte Christian Görke (Linke) am Dienstag in Luckenwalde nicht dienen. Finanzielle Neuigkeiten für den Kreis Teltow-Fläming brachte Brandenburgs Finanzminister zum Gespräch mit Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) dennoch mit.

„Der Bund wird für das Jahr 2016 die Kosten der Unterkunft für alle Flüchtlinge im SGB-II-Bereich vollständig übernehmen“, sagte Görke. Damit habe Teltow-Fläming etwa 630 000 Euro zusätzlich im Haushalt zur Verfügung. Außerdem reiche der Bund über das Land in den kommenden Jahren zusätzlich Geld an die Kommunen zur Stärkung deren Finanzkraft aus. So könnten die Kommunen in Brandenburg im nächsten Jahr mit 71 Millionen Euro zusätzlich rechnen, im Jahr 2018 mit 116 Millionen Euro. „Für die Stadt Luckenwalde bedeutet das zum Beispiel 287 000 Euro mehr für 2017 und 460 000 Euro zusätzlich im Jahr 2018“, sagte Görke.

Zahlen und Fakten

Über das Kommunalinvestitionsfördergesetz wurden jetzt vom Land Zusatzmittel an finanzschwache Kommunen in Teltow-Fläming ausgereicht.

Jüterbog erhielt 1,4 Millionen Euro, Trebbin 1,07 Millionen Euro.

699 000 Euro wurden an Niedergörsdorf ausgereicht, 760 000 Euro an Nuthe-Urstromtal und 604 000 Euro an Dahme.

Die Nutznießer müssen sich nur mit einem Eigenanteil von zehn Prozent an den Investitionen beteiligen.

Auch der Landkreis profitiert anteilig davon, weil die Kommunen von ihren Mehreinnahmen über die Kreisumlage von 47 Prozent auch mehr an den Kreis zahlen müssen. Von einer entspannten Finanzlage ist Teltow-Fläming laut Kornelia Wehlan dennoch weit entfernt. Ihr sei es zwar gelungen, den einstigen Schuldenberg von 66 Millionen Euro auf derzeit 45 Millionen abzubauen, „aber dass der Landkreis dynamisch und leistungsstark ist, heißt nicht, dass es allen Kommunen gutgeht“, sagte sie. So hätten gerade die Kommunen im starken Norden den Einwohnerzuwachs durch die Schaffung von Kitas, Schulen und Straßen abzufangen.

Bevor sich Görke im Biotechnologiepark über neueste wissenschaftliche Investitionen informierte, stattete er der dortigen Thermohalle für Flüchtlinge einen Besuch ab. Sie steht leer und kostet monatlich allein 80 000 Euro Miete. Für den Landkreis ist die Traglufthalle eine Notlösung. Sie ist bis zum März gepachtet und soll danach abgebaut werden. „Vielleicht schon vorher“, sagte Wehlan, „es gibt schon neue Interessenten für das Grundstück.“

Finanzminister Christian Görke (M.) informiert sich bei Stefanie Schirner (r.) über die Situation in der leer stehenden Thermohalle am Biotechnologiepark. Quelle: Elinor Wenke

Mit der LGC GmbH Luckenwalde lernte Görke ein expandierendes Unternehmen der Biotechnologiebranche kennen. Die LGC-Gesellschaft ist ein weltweit agierender, führender Hersteller von Referenzsubstanzen und Anbieter von Serviceleistungen im pharmazeutischen und forensischen Bereich. In Luckenwalde sind zurzeit 110 Mitarbeiter beschäftigt.

„In zwei Jahren könnten es schon 200 bis 300 sein“, stellte Geschäftsführer Theodorus Wienholts in Aussicht und führte die Besucher durch die nagelneue 2000 Quadratmeter große Lagerhalle. Sie soll am 5. September in Betrieb gehen. „Es ist spannend, diese Perle des Biotechnologieparkes kennenzulernen, zumal hier Investitionen geplant sind, die wir als Land fördern wollen“, sagte Görke. Wehlan versprach, bei Bedarf bei der Suche von Fachkräften behilflich zu sein.

Von Elinor Wenke

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