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Firma Niendorf spendiert Klavier für Café Klassmo

Luckenwalde Firma Niendorf spendiert Klavier für Café Klassmo

Vor Jahrzehnten wurden in der Potsdamer Straße Pianos der Klavierfabrik Niendorf gebaut und verpackt. Jetzt hat an gleicher Stelle echtes Niendorf-Klavier im umgebauten Kulturcafé Klassmo Einzug gehalten.

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Hilde Steinfurth und Markus Ernicke am Klavier im Klassmo.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Wo jahrzehntelang und noch zu DDR-Zeiten Pianos der Luckenwalder Klavierfabrik Niendorf gefertigt wurden, hat am Dienstag wieder ein echtes Niendorf-Klavier Einzug gehalten. Die 2014 wiedergegründete Niendorf Flügel- und Klavierfabrik hat dem Kulturcafé Klassmo ein nagelneues Instrument gesponsert.

„Wir knüpfen damit an die besondere Geschichte dieses Hauses an“, sagt Klassmo-Inhaberin Hilde Steinfurth. Sie und ihr Mann haben 2014 das Objekt in der Potsdamer Straße gekauft und zu einer Pension und Kulturwerkstatt umgebaut, wo sich früher ein Betriebsteil der Luckenwalder Pianofabrik befand. „Im jetzigen Kulturraum wurden früher Pianos verpackt und in die Welt verschickt“, erzählt Hilde Steinfurth.

An der Fassade in der Potsdamer Straße ist die alte Beschriftung der Pianofabrik noch erhalten geblieben

An der Fassade in der Potsdamer Straße ist die alte Beschriftung der Pianofabrik noch erhalten geblieben.

Quelle: Elinor Wenke

Um die Erinnerung an die Fabrikgeschichte zu erhalten, haben die Klassmo-Betreiber nicht nur den alten Schriftzug an der Außenfassade belassen. „Wir haben schon damit geliebäugelt, auch wieder ein Klavier hier reinzustellen“, sagt Steinfurth und knüpfte Kontakte zum Niendorf-Geschäftsführer Markus Ernicke.

Kooperation zwischen Klavierfabrik und Klassmo

Der 34-jährige Klavier- und Cembalobauer war einst der letzte Lehrling der ehemaligen Klavierfabrik. Ihn fasziniert der Gedanke, dass das Marken-Klavier nun wieder zu die Wurzeln seiner Produktion zurückkehrt. Das 10 000 Euro teure Klavier als Dauer-Leihgabe ist eins von 50 Instrumenten, die derzeit pro Jahr in Handarbeit gefertigt werden. Mit Hilde Steinfurt ist der Betrieb zugleich eine Kooperation eingegangen. „Sie hilft uns bei der Organisation von Musik-Events“, sagt Ernicke.

Hilde Steinfurth, die vor 15 Jahren zum letzten Mal in die Tasten gegriffen hatte, klimperte sofort einen Walzer auf ihrer neuen Errungenschaft. Vor Publikum überlässt sie das lieber den Profis. Am 12. Mai spielt der Leipziger Pianist Tobias Rank im Klassmo.

Von Elinor Wenke

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