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5 Millionen-Investition im Biotechnologiepark Luckenwalde

Fördermittel sichern Ansiedlung und Erweiterung 5 Millionen-Investition im Biotechnologiepark Luckenwalde

Der Hauptsitz bleibt zwar in Berlin, die eigentliche Produktion findet aber in Luckenwalde statt. Dies trifft für zwei Unternehmen zu, die im Biotechnologiepark Luckenwalde die Produktion ihrer medizinischen und medizintechnischen Waren ausbauen wollen.

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Pharmacept-Geschäftsführer Jürgen Ebert (l.) und Biotechnogiepark-Abteilungsleiter Christoph Schulze in dem künftigen Labor der Firma.

Quelle: Reck

Luckenwalde. Das Unternehmenen Merete Medical GmbH ist seit 2007 in Luckenwalde ansässig und hat dort neben einem Verwaltungsgebäude eine hochmoderne Schmiede für Medizintechnik wie Hüftimplantate und Knochenersatz, also Instrumente für die Orthopädie und Chirurgie errichtet. Nun soll im Biotechnologiepark eine Erweiterung der Produktionsstätte für knapp drei Millionen Euro erfolgen, um die Produktionskapazität zu erweitern.

Günstige Lage

Die Fördermittel der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) dürfen von der Investitionsbank des Landes Brandenburg auch an Berliner Unternehmen ausgereicht werden, sofern in Brandenburg produziert wird.

Überzeugend für die Firmen Merete und Pharmacept ist nicht nur die Infrastruktur, die ihnen im Biotechnologiepark geboten wird, sondern auch die günstige Lage Luckenwaldes und vor allem die verkehrstechnische Anbindung.

Luckenwalde als zusätzlicher Standort

„Wir wollen hier unsere komplette Reinraumtechnologie aufbauen“, erläutert Merete-Geschäftsführerin Susanne Kahl. „Luckenwalde soll ein richtig großer Standort für uns werden“, so die Diplom-Ingenieurin wieter, „die kleinen Sachen bleiben in Berlin.“ Bisher sind schon 40 Mitarbeiter in Luckenwalde tätig, später sollen fünf bis zehn weitere Angestellte dazukommen. Dass es zu der Förderzusage gekommen ist, sei der Wirtschaftsförderung beim Landkreis Teltow-Fläming wie der Stadt Luckenwalde zu verdanken, sagt Christoph Weber, Leiter des Biotechnologieparks. Beide hätten sich intensiv bei Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) dafür eingesetzt, dass die Firma Merete nun die nötigen Fördermittel zugesagt bekommen hat.

Einen solchen Fördermittelbescheid hat nun auch Jürgen Ebert, Geschäftsführer der Pharmacept GmbH, in der Tasche. Der promovierte Mediziner hat sich auf den Vertrieb pharmazeutischer Produkte mit dem Schwerpunkt Onkologie und Urologie spezialisiert.

Fördermittel machen Forschung möglich

Nun hat sich Pharmacept den früher in der DDR verwendeten Tuberkulosestamm zur Herstellung des TBC-Impfstoffs sichern können. Damit will man ein Mittel schaffen, das verhindern soll, dass nach einer chirurgischen Entfernung eines Blasentumors dieser wieder nachwächst. Somit sollen die Resttumorzellen in der Blase bekämpft werden. „Wir gehen davon aus, dass wir ein Produkt anbieten können, das mindestens so gut wirkt wie die bisher üblichen Mittel, aber deutlich geringere schmerzhafte Nebenwirkungen hat“, sagt Ebert.

Jahrelang habe man versucht jemanden zu finden, der diesen Bakterienstamm für das Unternehmen züchtet. Doch den einen war dies zu riskant, den anderen waren die Abnahmemengen zu gering. „Es blieb die einzige Chance, es selbst zu produzieren“, sagt Ebert, was jetzt mit Landes-Fördermitteln möglich wird. Dazu mietet Pharmacept Laborräume im Biotechnologiepark an, baut sie für zwei Millionen Euro zu „Reinräumen“ um und schafft sich die Produktionsanlagen an. Drei bis fünf Mitarbeiter werden später damit beschäftigt sein, das Medikament unter allen erdenklichen Sicherheitsvorkehrungen herzustellen.

Von Hartmut F. Reck

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