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Fledermausnacht im Natursportpark

Blankenfelde Fledermausnacht im Natursportpark

Anlässlich der Europäischen Fledermausnacht hat der Natursportpark Blankenfelde am Sonnabendabend zur einer Exkursion mit Fledermausexperten eingeladen. Im Waldhaus erfuhren die Besucher viel Wissenswertes über die geheimnisvollen fliegenden Säugetiere.

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Ramona Albert vom Bundesfreiwilligendienst hat gemeinsam mit Kindern Fledermausmasken gebastelt.

Quelle: Gudrun Ott

Blankenfelde. In der Batnight, der Europäischen Fledermausnacht, drehte sich am Sonnabendabend im Waldhaus Blankenfelde alles um die geheimnisvollen fliegenden Säugetiere. Deutschlandweit leben 24 Fledermausarten, weltweit sind es mehr als 1000 und im Land Brandenburg immerhin 18 Arten, weiß Fledermausgutachterin Biggi Pelz.

Hintergrund

Am 11. September dieses Jahres wird zu einem Naturschutzeinsatz auf dem Weinberg Groß Machnow aufgerufen. In der Zeit von 10 bis 12 Uhr erfahren die Helfer Wissenswertes über das aus Nordamerika stammende Gehölz.


Am 17. September, am Vorabend des diesjährigen Gemeindesportfestes, wird im Waldhaus in Blankenfelde das zehnjährige Bestehen des Natursportparks gefeiert.

Am 18. September lädt die Gemeinde dann zum 12. Gemeindesportfest auf dem Naturpark ein. Neben Sport und Kulinarischem wird auch das Waldhaus seine Pforten für Neugierige, für Freunde und Gäste öffnen.

Wie jedes Jahr wird am 25. September eine Pilzwanderung mit einem Pilzexperten durchgeführt. Diesmal ist der Treffpunkt die Kirche Sperenberg. Los geht es um 14 Uhr.

Die studierte Biologin vom Planungsbüro Natur & Text begab sich in den Abendstunden mit Kindern und Erwachsenen auf die Suche nach diesen faszinierenden Tieren. Da jagte der Große Abendsegler, die typische Waldfledermaus, die ihr Tagesschlafversteck in Baumhöhlen hat, über die Wipfel und eine Zwergfledermaus, der Winzling unter den heimischen Fledermausarten, huschte kurz nach Sonnenuntergang so schnell im Zick-Zack-Flug den Mücken und Faltern nach, dass die Augen der Kinder kaum zu folgen vermochten.

Rufe hörbar machen

Biggi Pelz konnte mit Hilfe eines Bat-Detektors die hochfrequenten Rufe der Fledermäuse hörbar machen. Diese klackenden und klickenden Töne können Menschen erst seit den 1990er Jahren hören, seit es diese mobilen Ultraschall-Ortungsgeräte gibt. Pelz ist mit einem solchen Bat-Detektor nachts in ihrem Bat-Mobil auf den Spuren der Fledermäuse unterwegs.

„Fledermausfreundliche Häuser haben Spalten oder Einflugmöglichkeiten auf Dachböden. Das sind eher Sommerquartiere. Winterquartiere sind oft alte Bunker“, erzählte sie. Gemeinsam mit Pite Jordan vom Waldhaus baute sie mit Kindern und Vätern Fledermauskästen. „Wenn wir genügend beisammen haben, werden wir sie bei uns im Wald aufhängen“, erklärte Waldhausmitarbeiterin Sabine Zimmermann.

Wichtige Fragen

Doch bis es zur Besiedlung eines solchen Kastens kommt, vergehen mitunter Jahre. Künstliche Höhlen werden von Fledermäusen nämlich längst nicht so selbstverständlich angenommen wie Nistkästen von Vögeln. Ob im Wald aufgestellte Windkrafträder wirklich den Fledermäusen schaden, wollte eine Mutter wissen, worauf die Biologin von Netzfängen in der Nähe von Windparks berichtete. „Wir besendern die weiblichen Tiere und suchen die Wochenstuben. Zu den gefährdeten Arten gehört der Abendsegler, der ziemlich hoch fliegt. Kommt er den Windkrafträdern nahe, brechen ihm vom Luftstrom die Flügel. Darum prüfen wir Standorte für Windkraftanlagen.“

Die neun Jahre alte Naomi fragte nach Vampirfledermäusen. Die leben in Mittel- und Südamerika und ernähren sich tatsächlich von Blut. Aber die im Land Brandenburg lebenden Fledermausarten ernähren sich ausschließlich von Insekten und Spinnen. „Finde ich prima“, sagte ein Mädchen. „Ich kann Spinnen nämlich nicht leiden.“ Aus Blankenfelde war Anika Lauschke mit ihren Kindern Jann und Ella gekommen. Der Fünfjährige und die Dreijährige bastelten unter Anleitung von Ramona Albert, die ihren Bundesfreiwilligendienst im Waldhaus begonnen hat, Fledermausmasken. Auch die neun Jahre alte Mariam aus Afghanistan war mit Begeisterung dabei. Als sogenannter Öki nimmt Muriel Kabus bald Abschied vom Waldhaus: „Das Waldhaus ist eine tolle Einrichtung. Das Engagement der Mitarbeiter sollte viel mehr Beachtung finden.“

Von Gudrun Ott

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