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Teltow-Fläming Flüchtling tötet Flüchtling: Motiv weiter unklar
Lokales Teltow-Fläming Flüchtling tötet Flüchtling: Motiv weiter unklar
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16:38 03.10.2016
Die Polizei am Tatort. Quelle: dpa
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Ludwigsfelde

Nach der Tötung eines 18-jährigen afghanischen Flüchtlings in Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen zu versuchter Tötung übernommen. Am Dienstag werde sie über den weiteren Verfahrensverlauf entscheiden, teilte die Polizei am Montagnachmittag mit.

Der 18-Jährige war am Sonntagabend auf offener Straße von einem anderen Flüchtling mit einem Messer niedergestochen worden. Er erlitt mehrere Stichverletzungen im Oberkörper, denen er erlag.

Der Tatort: Ein Parkplatz in der Robert-Koch-Straße. Quelle: dpa

Der Tatort – ein Parkplatz in der Robert-Koch-Straße - wurde von Spezialisten der Kriminaltechnik weiträumig abgesperrt und die ganze Nacht über und auch am Montag gründlichst nach Spuren und Beweismitteln durchsucht.

Vernehmung und Obduktion am Montag

Am Montag sollte der 17 Jahre alte Tatverdächtige aus Gambia von der Polizei vernommen werden. Am gleichen Tag wurde zudem das Opfer durch die Gerichtsmedizin obduziert. Ob es ein Geständnis gab und weitere Details seien nicht vor Dienstag zu erwarten, teilte die Polizei mit.

Beide lebten in der gleichen Unterkunft

Opfer und mutmaßlicher Täter lebten in einer Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Ludwigsfelde. Vor den tödlichen Stichen hatten sich die beiden jungen Männer gestritten. Der Grund für ihre heftige Auseinandersetzung ist noch unklar.

Passantin findet den Niedergestochenen

Die Tat ereignete sich nach Polizeiangaben außerhalb der Einrichtung. Eine Frau fand das schwer verletzte Opfer kurz nach 21 Uhr am Straßenrand und alarmierte die Rettungskräfte. Der junge Afghane starb noch im Rettungswagen.

Der mutmaßliche Täter war zunächst geflüchtet, konnte aber noch in der Nacht in der Unterkunft festgenommen werden. Dabei kamen Kräfte des Spezialeinsatzkommandos der Brandenburger Polizei zum Einsatz.

1400 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

In Brandenburg leben nach Angaben des Jugendministeriums mehr als 1400 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Einige sind in Pflegefamilien, andere in Heimen mit deutschen jungen Leuten oder in normalen Gemeinschaftsunterkünften untergebracht.

Von dpa und MAZonline

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