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Flüchtlinge in Rehagen brauchen Winterkleidung

Hilfe ist angelaufen Flüchtlinge in Rehagen brauchen Winterkleidung

Die Hilfe für die Flüchtlinge in Rehagen ist gut angelaufen. Derzeit brauchen die Menschen vor allem Winterkleidung.

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Pfarrer Andreas Hemmerling hilft in der Initiative mit.

Quelle: von Fournier

Am Mellensee. Die Aufregung der ersten Tage um die Einrichtung des Flüchtlingsheims Rehagen hat sich gelegt. Die Initiative „Menschlich am Mellensee“ hilft mit vielen Freiwilligen den 60 neuen Bewohnern, darunter 24 Kinder und Jugendliche, sich rasch einzugewöhnen. Der runde Tisch dieser Initiative, der nicht nur für die Flüchtlinge, sondern für alle Bedürftigen der Region Ansprechpartner sein will und an dem mal 20, auch mal 60 Bürger aus Rehagen, Sperenberg und Umgebung sitzen, traf sich in dieser Woche, um akute Bedarfe festzustellen.

Pfarrer Andreas Hemmerling aus Sperenberg, der das Gemeindehaus als Treffpunkt zur Verfügung stellt, ist froh über die Hilfsbereitschaft der Einwohner. „Eigentlich ist es ja in unserem ureigensten Interesse zu helfen, denn die Bibel sagt: „Beherbergt gern!““, zitiert er. Doch über die vielen Ideen, zu helfen und die Entwicklung der Arbeit, die inzwischen auf verschiedenen Feldern und zunehmend dynamisch abläuft, staunt und freut er sich doch.

Beim letzten Treffen standen die Organisation des Fahrdienstes und die Begleitung der Schulkinder ab kommender Woche im Fokus. Sechs Grundschüler müssen von Rehagen nach Sperenberg und weitere Jugendliche nach Wünsdorf an die Oberschule gebracht werden. Es muss auch geklärt werden, welche Ausstattung sie brauchen. „Für die Grundschüler gibt es bereits Hilfe, für die Jugendlichen muss die noch geklärt werden“, sagt Andreas Hemmerling.

Der Deutschunterricht, den zehn Lehrer ehrenamtlich in sechs Gruppen für verschiedene Altersstufen im Rehagener Haus übernehmen, klappt gut. Eine Fahrradwerkstatt ist im Aufbau. 15 gespendete Räder müssen repariert und anschließend gewartet werden. Hier sei man übereingekommen, die Flüchtlinge unbedingt in die Reparaturarbeiten miteinzubeziehen. „Sie bekommen dann ein anderes Verhältnis zu dem Gefährt“, erklärt Hemmerling. Außerdem habe sich gezeigt, dass den neuen Rehagenern vermittelt werden muss, dass die Räder kein Privateigentum Einzelner seien, sondern allen zur Verfügung stehen sollen.

Auch die Kleiderkammer laufe gut. „Die hier tätigen Frauen kennen die Größen der Erwachsenen und Kinder genau, das hilft bei Annahme und Sortieren von Spenden“, so der Pfarrer. Spenden von warmer Kleidung und Schuhen wären willkommen, er merkt jedoch an, dass die Flüchtlinge jung und eher schlank sind. Schwere alte Wintermäntel in Größe XL seien nicht angebracht. „Menschlich am Mellensee“ hat in kurzer Zeit viel organisiert, mobilisiert und koordiniert. Helfer mit Sprachkenntnissen in Persisch, Urdu, Farsi, Arabisch oder Tschetschenisch würden gesucht, zudem solche, die Zeit für Begleitung zum Arzt oder zu Ämtern hätten. Möglich machen die Arbeit Geldspenden.

Info: Termine, Arbeitsgruppen und Spendenkonto kann man unter www.jubst.de nachlesen.

Von Andrea von Fournier

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