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Flüchtlinge kommen, Behörden gehen

Erstaufnahme in Wünsdorf Flüchtlinge kommen, Behörden gehen

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) hat auf eine kleine Anfrage hin jetzt einen genauen Umzugsplan der Behörden vorgelegt, die derzeit noch auf dem Gelände der künftigen Erstaufnahmeeinrichtung in Wünsdorf arbeiten. Alle bleiben in Zossen – und die Umzüge sollen bis März abgeschlossen sein.

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Die Umbaumaßnahmen im Verwaltungszentrum C in Wünsdorf sind in vollem Gange.

Quelle: Oliver Fischer

Waldstadt. Der Landesbetrieb Bauen und Liegenschaften steht dieser Tage unter mächtigem Druck. Für die Unterbringung der Flüchtlinge sind zwar eigentlich die Landkreise zuständig, die Registrierung, die ersten Untersuchungen und die bis zu drei Monaten dauernde Erstaufnahme übernimmt aber das Land. Weil im Verlauf des Jahres sämtliche Kapazitätsgrenzen gesprengt wurden, müssen im großen Stil Erstaufnahmeeinrichtungen ausgebaut werden – und die größte Baustelle ist derzeit Wünsdorf.

Seit August ist der Landesbetrieb damit beschäftigt, drei Bürogebäude, in denen bisher Landesbehörden saßen, zu einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge umzubauen. Parallel werden auch noch drei Containerflachbauten, zehn zusätzliche Wohncontainer, ein Patientencontainer und eine provisorische Küche aufgestellt. Und als ob das alles nicht schon aufwendig genug wäre, muss andernorts auch noch der Ausbau von neuen Behördengebäuden erfolgen – denn die Landesbediensteten, die aus dem sogenannten „Verwaltungszentrum B“ in Wünsdorf-Waldstadt ausziehen, müssen ja irgendwo unterkommen. Immerhin: Die neuen Liegenschaften sind inzwischen alle gefunden, wie Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) jüngst auf eine kleine Anfrage im Landtag mitteilte. Eine Behörde – der Landesbetrieb Straßenwesen Süd – hat ihren neuen Sitz sogar schon bezogen. Seit Oktober sitzen die Straßenplaner des Landes in einem dreistöckigen Riegel im „Behördenzentrum C“, ebenfalls in Waldstadt, knappe zwei Kilometer von der bisherigen Adresse entfernt. Der Umzug sei etwas holprig gewesen, heißt es. Aber inzwischen hat man sich in den neuen Räumen eingelebt, auch wenn in hinteren Gebäudeteilen immer noch die Bauarbeiter zugange sind. Denn anderen steht der Umzug noch bevor.

Laut der Liste, die Innenminister Schröter im Landtag vorlegte, bleiben alle in Zossen – darauf hatte die Bürgermeisterin der Stadt, Michaela Schreiber (Plan B), auch gedrungen. Einpacken und auspacken müssen die Mitarbeiter aber natürlich trotzdem. Als nächstes ist sogar der Landesbetrieb für Bauen und Liegenschaften selbst dran. Die 16 Beschäftigten seiner zentralen Vergabestelle ziehen Anfang des Jahres von Waldstadt in die Zossener Innenstadt, und zwar in die zweite Etage der Zossener Polizeiwache, die derzeit hergerichtet wird. Im Februar wird dann laut Plan die Brandenburger Boden- Gesellschaft und Grundstücksverwaltung (BBG) ins Behördenzentrum C umziehen – in den hinteren Teil des Gebäudes, in dem jetzt schon der Landesbetrieb Straßenwesen arbeitet –, im März folgt dorthin auch der staatliche Munitionsbergungsdienst. Und als letztes zieht das Grundbuchamt des Amtsgerichts aus dem Behördenzentrum B aus. Mitarbeiter und Akten werden dann ihre neuen Büros in der Kirchstraße 1 in Zossen haben.

Zu diesem Zeitpunkt wird der erste Abschnitt der Erstaufnahme-Einrichtung längst in Betrieb sein. Bereits ab Anfang Januar soll die Erstaufnahmeeinrichtung mit rund 1000 Flüchtlingen belegt werden. Im November ist das Ende des zweiten Bauabschnittes geplant, mit dem dann weitere 500 Flüchtlinge untergebracht werden können. Im März 2017 schließlich, so der bisherige Stand, soll die Einrichtung in Wünsdorf-Waldstadt ihre volle Größe erreicht haben und 1700 Flüchtlingen und Asylbewerbern vorübergehend Platz bieten.

Derzeit gebe es keine Pläne, die Einrichtung weiter zu vergrößern, hatte Innenminister Karl-Heinz Schröter bei der jüngsten Einwohnerversammlung betont. Dass man dennoch Wasser- und Abwasserleitungen für deutlich mehr Menschen habe legen lassen, begründete Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber mit den zahlreichen noch unsanierten Gebäuden und leeren Grundstücken, vor allem in der Moscheestraße, die bislang nicht erschlossen waren.

Von Oliver Fischer

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