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Flüchtlinge proben künftig den Ernstfall

Brandanschlag in Jüterbog Flüchtlinge proben künftig den Ernstfall

Nach dem Brandanschlag auf ein Jüterboger Flüchtlingsheim für Minderjährige wird das Sicherheitskonzept der Unterkunft überarbeitet. Die 20 jugendlichen Bewohner trainieren zudem kurzfristig das Verhalten im Ernstfall. Nach dem Anschlag in der Nacht zu Sonntag wird das Heim nun dauerhaft von der Polizei bewacht.

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Die Jüterboger Unterkunft wird derzeit rund um die Uhr von der Polizei überwacht.

Quelle: Iris Krüger

Jüterbog. Nach dem Brandanschlag auf das Flüchtlingsheim für Minderjährige in der Jüterboger Badergasse wird das Sicherheitskonzept der Unterkunft überarbeitet. „Wir sind heute im Gespräch mit dem Jugendamt und der Polizei, um das Konzept kurzfristig anzupassen. Die Geschehnisse vom Wochenende zwingen uns leider dazu“, sagte Ralf Boost der MAZ. Boost ist Regionalvorstand des Regionalvorstands Potsdam-Mittelmark-Fläming der Johanniter-Unfall-Hilfe. Die Unfallhilfe ist Träger der Flüchtlingsunterkunft in Jüterbog, auf die in der Nacht zum Sonnabend ein Brandanschlag verübt worden ist.

Polizei überwacht Unterkunft

Seitdem wird die Einrichtung rund um die Uhr von der Polizei überwacht. Noch in dieser Woche werden die Mitarbeiter und Flüchtlinge die Alarmierungspläne trainieren. Die Unfallhilfe hat für alle Heime in ihrer Trägerschaft mit einem Hamburger Unternehmen entsprechende Konzepte entwickelt. Laut Boost werden Mitarbeiter der Firma in Jüterbog üben, was im Notfall wichtig ist. Dazu gehört die Handhabung von Feuerlöschern ebenso wie der Weg zu Sammelpunkten.

Seelsorger beruhigen Jugendliche

Die 20 Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren konnten laut Ralf Boost „wieder beruhigt“ werden. „Sie haben am Wochenende an einem Gottesdienst teilgenommen. Dort haben auch viele Jüterboger gezeigt, dass sie hinter uns stehen. Das Entsetzen ist aber immer noch offen bei den Jugendlichen und den Mitarbeitern präsent“, sagte Boost.

Die Ermittlungen, die am Sonnabend von Polizei und Staatsschutz aufgenommen worden sind, hätten bisher „keine substanziellen neuen Erkenntnisse“ ergeben, sagte Markus Nolte, Sprecher der Staatsanwaltschaft Potsdam. Es werde nach wie vor gegen unbekannt ermittelt. Das gleiche gelte für den Fall des Steinwurfs gegen die gleiche Unterkunft vor drei Wochen.

Von Peter Degener

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