Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Flüchtlingshelfer willkommen!

Treffen von elf Initiativen aus zwei Landkreisen Flüchtlingshelfer willkommen!

Auf diesen Tag haben Petra Reinhard, Tanja Wachs und ihre ehrenamtlichen Mitstreiter des Teams „Flüchtlingshilfe Zossen“ lange hin gearbeitet: Vertreter von elf Flüchtlingsinitiativen aus den Landkreisen Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald kamen Samstag nach Zossen, um sich zu vernetzen.

Voriger Artikel
Arbeit unter Hochdruck
Nächster Artikel
Und dann kam die Kuppe

Vertreter einiger Flüchtlingsinitiativen und Flüchtlinge beim Kennenlern-Treffen auf dem Gelände des Zossener E-Werkes.

Quelle: Fotos: Frank Pechhold (3)

Zossen. Flüchtlingshelfer von elf ehrenamtlichen Initiativen aus den Landkreisen Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald haben sich gemeinsam mit Flüchtlingen am Sonnabend auf dem Gelände des E-Werkes in Zossen getroffen. Dort fand ein Multi-Kulti-Kennenlerntag statt. Dazu hatten Petra Reinhard und Tanja Wachs stellvertretend für das „Flüchtlingshilfe Zossen“-Team eingeladen.

„Das Treffen hat zum Ziel, sich kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und eine gegenseitige Unterstützung zu organisieren“, sagte Reinhard. Die Mitstreiter des Runden Tisches „Flüchtlingshilfe Zossen“ wollen bei der Betreuung von 1700 Menschen in der Wünsdorfer Erstaufnahmestelle helfen. Um rund 170 Flüchtlinge im Ludwigsfelder Heim kümmert sich die Initiative „Helfen in Lu“. „Wir haben gerade ein Spielzimmer für die Kinder eingerichtet“, so Diana Stahlberg. Jaqueline Olm von der 25 Helfer zählenden „Flüchtlingshilfe Schenkenländchen“ sagt: „Menschen aus allen sieben Orten unseres Amtes sollten sich um die Flüchtlinge in Massow kümmern.“ Zurzeit lebten in dem Heim in Massow 450 Menschen. „Bald werden es 500 sein.“ Tendenz steigend, heißt es auch in Jüterbog. Dort werden aktuell 127 Menschen betreut. „Nächste Woche erwarten wir 55 Neuankömmlinge“, sagte eine Vertreterin des 25 Mitglieder zählenden Runden Tisches Flüchtlingshilfe.

„Wir rechnen damit, dass im Oktober 60 Menschen nach Baruth kommen, die unsere Hilfe brauchen“, so Annette Braemer-Wittke. Beispielsweise wolle man Deutschunterricht anbieten.

„Neue Nachbarn Wildau“ heißt eine von Susann Schulz vorgestellte, 30 Mitglieder starke Initiative. „Wir möchten die Flüchtlinge gemeinsam mit der Stadt bestmöglich integrieren.“ Kurzfristig errichte die Wildauer Wohnungsbaugesellschaft zwischen Amtsgericht und Bahngelände eine Flüchtlingsunterkunft. Als Wohncontainer-Standort sei die Fläche hinter dem Studentenwohnheim in der Birkenallee im Gespräch.

„Leider gibt es in unserer Gemeinde noch keine Flüchtlinge“, so Jan Hildebrandt von „Grenzenlos Rangsdorf“. Aktuell seien keine Wohncontainer lieferbar. Noch in diesem Monat würden 65 bis 70 Flüchtlinge nach Rangsdorf kommen. „Denen wollen wir es so schön wie möglich machen.“

Darum geht es auch der Zeesenerin Ute Schilde von „Pro Asyl Pätz“. In dem mit 160 Menschen belegten Pätzer Flüchtlingsheim wird sie wegen ihres Engagements liebevoll „Mama Ute“ genannt. „Anfangs mussten wir rechte Umtriebe gegen das Heim zurückdrängen“, sagte Schilde. Mittlerweile gebe es viele Patenschaften, machten Flüchtlinge in Sportvereinen mit.

„Wir sind keine typische Initiative, sondern eine Online-Plattform“, erzählte Mathias Tretschog, Initiator von „Zu Gast in KW“. Unter der Internet-Adresse www.zu-gast-in-kw.de erfährt man, dass rund 100 Flüchtlinge in Mietwohnungen der Wohnungsbaugesellschaft Königs Wusterhausen untergebracht sind und deren Kapazität erschöpft ist. Weiter gibt es eine Liste aller möglichen Standorte für Flüchtlingsunterkünfte, die Königs Wusterhausen dem Kreis vorgeschlagen hat. Ganz neu ist ein Aufruf der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde sowie aller freikirchlichen Gemeinden. Stellvertretend für sie lädt der evangelische Pfarrer Hartmut Hochbaum alle Interessierten für den 8. Oktober ab 19 Uhr zu einem Treffen in der Tee- und Wärmestube ein.

„Ehrenamtlich für Flüchtlinge aktive Leute wollen sich weder von Verwaltung noch Politik bevormunden lassen“, sagte der Zossener Landtagsabgeordnete Christoph Schulze (Freie Wähler) bei einer Podiumsdiskussion. „Aufgabe der Politik ist es, solche Menschen zu unterstützen und Aufgaben zu übernehmen, die eigentlich nicht Sache der Ehrenamtler sein dürfen“, so die Bundestagsabgeordnete Annalena Baerbock (Grüne). „Beispielsweise darf es nicht sein, dass freiwillige Helfer Windeln für die Babys von Flüchtlingen aus der eigenen Tasche bezahlen.“

Von Frank Pechhold

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg