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Teltow-Fläming Flüchtlingskinder malen ihre Erlebnisse
Lokales Teltow-Fläming Flüchtlingskinder malen ihre Erlebnisse
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15:15 13.07.2016
Interessiert betrachten die Besucher die Kunstwerke. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Die Ergebnisse des zweiten Kinderkunstprojekts in Luckenwalde sind nun im Foyer des Kreishauses zu sehen. „Wir freuen uns, dass auch das dritte bevorstehende Projekt finanziell abgesichert ist“, sagte Hanna Greve, die das Projekt psychologisch begleitete.

Gefördert und finanziert wird das Kinderkunstprojekt für traumatisierte Flüchtlingskinder durch den Landkreis Teltow-Fläming über Stiftungsgelder der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) und die Kinderrechtsorganisation „Save the Children“.

Die Erfahrung habe gezeigt, so sagte die Integrationsbeauftragte des Kreises Christiane Witt, dass es vielen Kindern aber auch ihren Eltern gelinge, ihre Traumata mit dem Kunstprojekt zu überwinden, wodurch Blockaden gelöst und Ängste überwunden werden könnten. „Es ist einfach wichtig, Freude im Alltag zu gewinnen“, so Witt.

Vom langweiligen Alltag ablenken

Zumindest gelang es, sie zeitweilig vom langweiligen Alltag eines Flüchtlings abzulenken. So malten, modellierten, filmten und fotografierten die Kinder und Jugendlichen aus dem Luckenwalder Übergangswohnheim an der Grabenstraße unter Anleitung von zwei erfahrenen Kunst- und Medienpädagoginnen vom Berliner Verein „KommMit für Migranten und Flüchtlinge“ und setzten sich dabei mit ihrer Herkunft und ihrer neuen Umgebung in Luckenwalde auseinander.

Dies geschah für die kleineren Kinder ab vier Jahren im Übergangswohnheim selber. Sie malten und gestalteten hauptsächlich frei, während sich die älteren Kinder und Jugendlichen mit den Themen „Identität“, „Kindheit“ und „Kraft des Tieres“ auseinandersetzten.

Dazu betätigten sie sich fast ein Jahr lang künstlerisch im Klab, dem Jugendklub der Falken in Luckenwalde, und drehten Videos, machten Fotos, malten Bilder und modellierten Plastiken.

Beeindruckende Themenvielfalt

Dabei ist die Themenvielfalt ebenso beeindruckend wie die Ausdruckskraft der seit August 2015 entstandenen Werke. Sie lassen zumindest erahnen, wie die Kinder und Jugendlichen ihre Herkunftsländer, ihre Fluchterlebnisse und ihre neue Heimat Deutschland sehen.

Im Klab fand am Freitag, der dort traditionell ein „Mädchentag“ ist, eine Tanztherapie unter Leitung einer Tanzpädagogin statt. So wurde zur Ausstellungseröffnung am Montagnachmittag von den Flüchtlingsmädchen auch eine Tanzcollage aufgeführt, die ihre Premiere aber schon zwei Wochen zuvor in Berlin im „Theater in Mitte“ feierte.

Und wie so oft bei Begegnungen mit Flüchtlingen und Asylbewerbern gab es am Rande der Ausstellungseröffnung kulinarische Köstlichkeiten aus deren Herkunftsländern zu essen.

Von Hartmut F. Reck

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