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Flüchtlingstreff bezieht neues Domizil

Hoffnung nach Anschlag in Jüterbog Flüchtlingstreff bezieht neues Domizil

Nach dem Anschlag auf die Jüterboger Turmstube trafen sich Einheimische und Flüchtlinge übergangsweise im Gemeindezentrum. Doch die Räume der Kirche platzten aus allen Nähten. Ein Jüterboger Immobilienkaufmann bot schnell seine Hilfe an: Der Flüchtlingstreff, der jeden Sonnabend gut besucht ist, hat von nun an eine neue Heimat.

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Die alte „Turmstube“ wird vorerst nicht bezogen. Eine neue Bleibe für den Flüchtlingstreff wurde gefunden.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog.
Knapp neun Wochen nach dem Anschlag auf den Jüterboger Flüchtlingstreff in der Turmstube hat die Teestube – dort treffen sich seit November 2014 wöchentlich Einheimische und Flüchtlinge – ihr neues Domizil in der Großen Straße 58 bezogen. An diesem Sonnabend nimmt der Treffpunkt „Arche“ in den Räumen der ehemaligen MAZ-Lokalredaktion in der ersten Etage um 15 Uhr den Betrieb auf.

Seit der Explosion in der kirchlichen Begegnungsstätte Turmstube am 20. November diente übergangsweise das Gemeindezentrum am Planeberg als Treffpunkt. „Der Flüchtlingstreff ist trotz des Anschlags nicht einen Tag ausgefallen“, sagt Mechthild Falk, Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Sankt Nikolai. Gleichwohl sei das Gemeindezentrum als Ausweichort nur eine Notlösung gewesen. Auf Dauer wären die Räume dort zu klein geworden, begründet Falk den Umzug in die Große Straße.

Mittlerweile treffen sich jeden Sonnabend bis zu 40 Einheimische und Flüchtlinge von 16 bis 18 Uhr in der Teestube, auch bekannt als „Weltkaffee“. Langfristig wäre es wohl auch in der Turmstube, in der die Aufräumarbeiten andauern, eng geworden. „Die Turmstube war schön als Begegnungsstätte, das kleine Wohnhaus hatte eine anheimelnde Atmosphäre, die besonders den Flüchtlingen gefallen hat“, bedauert die Pfarrerin. Der neue Treffpunkt in der Großen Straße biete dagegen nun ausreichend Platz. „Es gibt sogar einen Schulungsraum, in dem angedacht ist, Deutschkurse anzubieten“, sagt Mechthild Falk.

Ein Vorteil der Begegnungsstätte ist deren Lage im Stadtzentrum. Sie ist für Flüchtlinge aus allen drei Unterkünften, Quellenhof, Waldauer Weg und Große Straße, gut zu erreichen. Betrieben wird die Teestube von Ehrenamtlern der „Flüchtlingshilfe Jüterbog“.

Die evangelische Kirche stellte dafür die Räume in der Turmstube zur Verfügung. Nach der Zerstörung bot Immobilienkaufmann Mario Felgentreu seine Hilfe an und überließ der Kirche die Räume in der Großen Straße für ein Jahr mietfrei. Lediglich für die Betriebskosten muss die Kirche aufkommen. „Es herrschte viel Unruhe in Jüterbog. Ich wollte, dass die Teestube schnell eine neue Heimat bekommt“, begründet Felgentreu seine spontane Unterstützung. Die Räume seien ohnehin nicht vermietet gewesen.

Info: Flüchtlingstreff Teestube, jeden Samstag, 16 bis 18 Uhr, ab sofort in der Großen Straße 58 (erste Etage).

Von Josefine Sack

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