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Teltow-Fläming Flüchtlingstreff soll im Februar wieder öffnen
Lokales Teltow-Fläming Flüchtlingstreff soll im Februar wieder öffnen
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19:07 25.11.2015
Die Fenster der verwüsteten Turmstube barsten bei der Explosion am Freitagabend. Quelle: dpa-Zentralbild
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Jüterbog

Die ersten 29 Flüchtlinge haben am Montag das Übergangswohnheim in der Großen Straße Jüterbog (ehemals AOK) bezogen, am Mittwoch kamen weitere Asylbewerber, hauptsächlich Familien, dazu. Für maximal 72 Personen ist Platz in der Unterkunft. Weiteren rund 125 Bewohnern bietet das Übergangsheim im Waldauer Weg seit mehr als einem Jahr ein vorübergehendes Dach über dem Kopf und 55 im Quellenhof.

Pfarrer: „Hilfe ist überwältigend.“

Um sich über die aktuelle Situation zu informieren, ihre Hilfe anzubieten und Ideen einzubringen, nutzten am Dienstag wieder etliche Interessierte das Gespräch am Runden Tisch Asyl. Weil ein Treffen im Übergangswohnheim nicht mehr möglich ist, war diesmal der Jugendclub Jüterbog II Gastgeber.

Die „Gedankenwand“ vom Freitagabend. Quelle: Martina Burghardt

Ein Thema des Abends war die bei dem Anschlag am Freitag verwüstete Teestube der evangelischen Kirche. Der Flüchtlingstreff „Weltcafé“ wird trotzdem – wie seit mehr als einem Jahr – an den Sonnabendnachmittagen stattfinden, vorerst allerdings im Gemeindezentrum. „Es gibt mehrere Raumangebote, die nun konkretisiert werden“, sagte Pfarrer Bernhard Gutsche, der sich über die zahlreichen Hilfsangebote – auch Handwerkerleistungen und Inventar – freut: „Das ist überwältigend.“

Landtag diskutiert Jüterboger Anschlag

Der SPD-Landtagsabgeordnete Erik Stohn sagte der MAZ, dass der Innenminister 5000 Euro aus Lottomitteln für die Sanierung der Teestube zur Verfügung stellen will. Die Aufräumarbeiten sollen am Wochenende beginnen. Nach jetzigem Stand wird die Teestube im Februar wieder geöffnet sein.

Zuvor hatte bereits die Linksfraktion im Brandenburger Landtag angekündigt, die erste Monats-Diätenerhöhung ihrer Abgeordneten für die Turmstube zu spenden – 4250 Euro. In der kommenden Woche befasst sich der Rechtsausschuss des Landtags auf Antrag von Danny Eichelbaum (CDU) mit dem Anschlag in Jüterbog, den SPD-Fraktionschef Klaus Ness als Tat des Terrors bezeichnete.

Eines der Themen, die am Runden Tisch besprochen wurden, war die Organisation des Sommerfestes, das dieses Jahr von der Flüchtlingshilfe organisiert worden war und 2016 erneut ausgerichtet werden soll, dann allerdings unter der Regie des Jugendclubs.

Lob für Patenschaften

Der Runde Tisch Asyl Jüterbog versteht sich als offenes Forum. Jeder kann sich dort informieren, darüber hinaus werden Ideen gesammelt und Aktionen koordiniert. Bei dem jüngsten Treffen wurde der Unterschied zur Flüchtlingshilfe Jüterbog klargestellt. Wie Pfarrerin Mechthild Falk mitteilte, sind in der Flüchtlingshilfe zurzeit etwa zwölf Freiwillige aktiv, die praktische Unterstützung und die samstäglichen Begegnungen im „Weltcafé“ organisieren. Falk lobte zudem die direkte Betreuung der Flüchtlinge über Patenschaften.

Von Martina Burghardt

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