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Flüchtlingswaisen haben ein neues Zuhause

Trebbin Flüchtlingswaisen haben ein neues Zuhause

Das Evangelische Jugendwerk Teltow-Fläming betreut 21 Kinder und Jugendliche, die ohne Begleitung ihrer Eltern und Verwandten nach Deutschland geflüchtet sind. In den meisten Fällen sind ihrer Eltern auf der Flucht gestorben. Seit kurzem hat das Heim speziell für diese Minderjährigen ein Haus in Trebbin gefunden. Nun sucht man nach Kontakten zu Trebbiner Bürgern.

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Team für Flüchtlingswaisen: Betreuerin Lea von Schrötter, Sozialarbeiter Julien Laumanns und Verwaltungsleiterin Maria von Schrötter (v.l.).

Quelle: Hartmut F. Reck

Trebbin. Die Stadt Trebbin hat 21 Neubürger. Es sind alles Jungs, die in einem neu hergerichteten Jugendheim in der Bahnhofstraße untergebracht sind. Es handelt sich um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die ohne Eltern oder Verwandte in Deutschland Schutz vor Krieg und Verfolgung in ihrer Heimat suchen.

„Die Kinder und Jugendlichen haben schwere Pakete auf ihren Schultern zu tragen“, berichtete die Verwaltungsleiterin des Heims, Maria von Schrötter, bei der jüngsten Sitzung der Trebbiner Stadtverordnetenversammlung im Clauerthaus.

Auf der Flucht traumatisiert

Die Jungs seien besonders belastet und man müsse ihnen helfen, das bisher Erlebte zu verarbeiten. „Sie sind ohne elterlichen Schutz, persönlich und kulturell völlig entwurzelt und durch Heimat und Flucht traumatisiert“, so von Schrötter. Sie habe zwar schon viel erlebt, meinte die Sozialpädagogin, „aber ich wusste nicht, dass es so großes Leid gibt.“ Betreut werden die jungen Menschen rund um die Uhr von den pädagogischen Mitarbeitern des Evangelischen Jugendwerks Teltow-Fläming.

Standorte in Wünsdorf und Ludwigsfelde aufgegeben

Zunächst waren die verwaisten Kinder und Jugendlichen, die ihre Eltern auf der Flucht verloren haben, weil diese unterwegs gestorben sind oder von ihnen aus irgendwelchen Gründen getrennt wurden (von Schrötter: „Sie sind nicht von ihren Eltern fortgeschickt worden!“), provisorisch in Wünsdorf und dann in Ludwigsfelde untergebracht worden. Mitte Januar ist man nach Trebbin gezogen. Das dortige Wohnheim soll eine dauerhafte Lösung für sie sein. Finanziell sei dies keine Belastung für die Stadt, betonte Maria von Schrötter, weil das Heim über den Landkreis Teltow-Fläming und das Land Brandenburg finanziert werde.

Kontakte zu Einheimischen gesucht

Konzipiert ist das Heim für Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 21 Jahren. Die dort zurzeit lebenden Jungs sind zwischen 15 und 17 Jahre alt. „Sie sind sehr wissbegierig und lernen schnell Deutsch“, berichtete von Schrötter den Stadtverordneten. Alle gehen zur Schule oder in die Integrationsklassen des Oberstufenzentrums. „Die Jungs wollen hier ankommen, und uns ist es wichtig, dass sie Kontakt zu den Trebbinern bekommen“, sagte die Heimleiterin. „Es wäre schön, wenn der Schritt zur Annäherung von Ihnen käme“, sagte Maria von Schrötter zu den Abgeordneten.

Von Hartmut F. Reck

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