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Teltow-Fläming Fliegende Raketen mitten im Fläming
Lokales Teltow-Fläming Fliegende Raketen mitten im Fläming
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20:07 31.01.2019
Im Rahmen eines Kurses der Technischen Universität Berlin ließen internationale Studenten auf dem Flugplatz Oehna Modellraketen steigen. Quelle: fotos: Richter (2)
Zellendorf

Zwölf Studenten aus China, Australien, Brasilien, dem Irak und Deutschland fieberten am Donnerstag in Zellendorf dem Start ihrer Modellrakete entgegen. Im Rahmen eines Kursangebotes der Technischen Universität (TU) Berlin waren die jungen Männer und Frauen vier Wochen lang in Berlin zu Gast, um einen ersten Einblick in die Raumfahrt- und Satellitentechnik sowie in die Programmierung von moderner Raumfahrtsoftware zu bekommen. Zudem lernten die Studenten bei gemeinsamen Ausflügen das kulturelle Leben Berlins kennen.

Ihre letzte Station führte die Gruppe zum Flugplatz Oehna-Zellendorf. Hier stand nach einem schriftlichen Test sowie dem Bau eines Mini-Satelliten und dem Programmieren einer Mess-Software in Berlin nun der Projektabschluss mit einem Testversuch an. Nacheinander ließen dazu beide Teams ihre selbstgebauten Satelliten mithilfe eines Raketenmodells in die Luft steigen.

Kleine Satelliten übertragen Messwerte per Funk 

Doch was passiert dabei eigentlich genau und wozu soll das Ganze gut sein? Der wissenschaftliche Mitarbeiter und Dozent, Nikolas Korn, fasst den Versuchsvorgang kurz und knapp zusammen: „Die kleinen Satelliten werden mithilfe der Raketen in 100 Metern ausgeworfen und segeln dann mit einem Fallschirm zu Boden. Dabei werden verschiedene Messwerte aufgezeichnet.“

Diese Werte würden dann vom Satelliten in der Luft per Funk an eine Bodenstation übertragen. Anhand eines Programms auf dem Laptop der Studenten könnten diese dann die Temperatur und den Luftdruck oder auch die Beschleunigung der Rakete nachvollziehen.

Der „Schnupperkurs“ ist ziemlich gefragt

„In dem Kurs lernen die Studenten die Grundlagen der Raumfahrt- und Satellitentechnik“, berichtet Nikolas Korn. „Es ist im Prinzip wie ein Schnupperkurs“, ergänzt sein Kollege Ronny Wolf – ebenfalls wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent an der TU Berlin. Zwischen 12 und 20 Studenten aus aller Welt nehmen das spannende Kursangebot jährlich wahr. Das Interesse ist groß, denn die Studenten lernen hier – von der Skizze bis zum Start der Rakete – die verschiedenen Arbeitsschritte einer Raumfahrtmission kennen.

12 Studenten versuchten in Teams ihren selbstgebauten Satelliten in die Luft zu bringen.

Auch Markus Jäger nahm an dem vierwöchigen Kurs teil. Der Student für Elektrotechnik entdeckte das Angebot zufällig auf der Internetseite der TU und war sofort interessiert. Über die vergangenen vier Wochen berichtet der 31-Jährige: „Es ist mal was anderes und geht über das Studium hinaus.“ Die Teamarbeit mit seinen internationalen Kommilitonen habe ihm ebenso Spaß bereitet. Zudem erklärt Markus Jäger: „Ich fand es interessant, weil man viel selber machen durfte, und auch vom Lernaufwand war es sehr angenehm.“

Der 31-Jährige durfte am Donnerstag mit seinem Team den Anfang machen. Leider konnte sich der Satellit beim ersten Versuch nicht aus der Rakete lösen. Der Grund: Das Profil der kleinen Rädchen am Satelliten war zu dick und er blieb in der Rakete stecken. Nach ein paar Handgriffen folgte dann der zweite Versuch. „Wir hoffen, dass er jetzt rauskommt“, erklärte Markus Jäger vor dem Start. Kurz darauf befreite sich der Satellit dann in der Luft samt Fallschirm aus der Rakete.

Von Isabelle Richter

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