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Teltow-Fläming Flugplatz gehen langsam die Flächen aus
Lokales Teltow-Fläming Flugplatz gehen langsam die Flächen aus
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05:25 27.02.2018
Die Halle „Golf" auf dem Flugplatz Schönhagen ist seit Juni 2016 in Betrieb. Quelle: FOTO: Flugplatzgesellschaft Schönhagen
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Luckenwalde/Schönhagen

Der Flugplatz Schönhagen weist eine positive Entwicklung auf. Dennoch muss der Landkreis Teltow-Fläming seiner Flugplatzgesellschaft Schönhagen (FGS) jährlich einen Defizitausgleich von etwa 600 000 Euro überweisen. Das bringt die Gesellschaft immer wieder in Rechtfertigungsnot gegenüber dem Kreistag.

Bei der Sitzung des Wirtschaftsausschusses am Mittwochabend im Luckenwalder Kreishaus ging es um die Änderung des nach europäischem Recht notwendigen Betrauungsaktes. Nach langer Diskussion stimmte er dem Wegfall eines Absatzes in dem Vertrag zu, der hinderlich für die Gewährung eines Kredits an die Flugplatzgesellschaft war. So will sie sich im Nachhinein ihre neueste Halle zur Unterstellung von Flugzeugen von einer Bank finanzieren lassen. Ursprünglich, so erläuterte FGS-Geschäftsführer Klaus-Jürgen Schwahn vor dem Ausschuss, hatte man die 700 000 Euro aus eigenen liquiden Mitteln finanziert. Da nun aber weitere Investitionen in die Infrastruktur des Flugplatzes erfolgen sollen, möchte die Gesellschaft wieder über Liquiditätsreserven verfügen.

Die neue Halle „Golf“ rechnet sich

Die Halle „Golf“ rechne sich. Sie sei primär für Geschäftsflugzeuge gebaut worden und komplett vermietet. Sie werfe einen Überschuss von rund 25 000 Euro im Jahr ab trotz Zins und Tilgung, sagte Schwahn: „Die Halle ist also ein wirtschaftlich sinnvolles Projekt.“

Die Liquidität braucht man nun für die äußere Erschließung weiterer Gewerbeflächen. So wollen private Investoren neue Produktionshallen in einer Gesamtgröße von fast 10 000 Quadratmetern entlang der Straße zum Flugplatz (ehemals Ahrensdorfer Weg) errichten. Damit wären dann die letzten planfestgestellten, also rechtlich bebauungsfähigen Flächen weg, berichtete Schwahn, obwohl es schon wieder Anfragen gebe nach 6000 weiteren Quadratmetern.

Mögliche Erweiterungen auf der Querbahn

Eine Erweiterungsmöglichkeit sieht Schwahn auf der Querbahn. Wenn man dort den Flugbetrieb einstelle, könnte man östlich der Start- und Landepiste eine 75 000 Quadratmeter große Fläche für weitere Unternehmensansiedlungen erschließen. „Die Nachfrage ist jedenfalls da“, sagte Schwahn.

Die Grundstücke würden den Unternehmen nicht verkauft, sondern in Erbbaupacht überlassen. „So haben wir ständige Einkünfte anstatt nur einmaliger Einnahmen“, so Schwahn weiter.

Schönhagen gilt aus Schwerpunktflugplatz

Inzwischen habe man in Schönhagen alle klassischen Angebote eines Flughafens angesiedelt. Bei aller Konkurrenz gelte Schönhagen als Schwerpunktflugplatz in Brandenburg. Zudem dünne sich das Flugplatzangebot im Land aus. „Davon profitieren wir“, sagte Schönhagens Geschäftsführer.

Innovationen beim Flugzeugantrieb

Wichtig für Schwahn: Bei den Neuansiedlungen baue man auf innovative Unternehmen, die nicht so sehr für noch mehr Flugverkehr sorgen, sondern vielmehr daran arbeiten, die Fluglärmbelastung zu verringern. „Die Luftfahrt steht vor großen Veränderungen“, berichtete er. Deshalb habe sich die Flugplatzgesellschaft in das Innovationsbündnis „Airport of the Future“eingebracht. Dort werde an alternativen Antrieben wie Elektro oder Brennstoffzellen geforscht.

Der Ausschussvorsitzende Helmut Barthel (SPD) sprach anschließend von einem „erfolgversprechenden Modell, das sich über Ansiedlungen indirekt finanziert und zudem Gewerbesteuern für Trebbin abwirft.“

Von Hartmut F. Reck

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