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Flugtag mit Gummi-Krokodil

Wietstock Flugtag mit Gummi-Krokodil

Der Ludwigsfelder Modellflugclub hatte am Sonntag zum Flugtag auf seinen Flugplatz nach Wietstock eingeladen. Neben den normalen Flugzeugmodellen gab es dort auch ein fliegendes Gummi-Krokodil zu sehen, das Michael Brocks gebastelt hat.

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Modell-Pilot Michael Brocks mit seinem fliegenden Gummi-Krokodil, der Attraktion für Kinder.

Quelle: Krischan Orth

Wietstock. Michael Berns prüft noch einmal seinen Modellflieger. „Der Akku sollte annähernd voll sein“, erklärt er. Wichtig, denn an diesen Sonntag zeigte der Ludwigsfelder Modellflugclub 90 auf seinem Wietstocker Flugplatz einen Teil seines Könnens. 58 Prozent leuchtet auf der Anzeige des Akku-Checkers. „Das reicht noch für drei bis vier Steigflüge.“ Das entspricht einer Flugzeit von rund 15 Minuten.

Akku-Check vor dem Flug ist Pflicht

Der Akku-Check ist besonders wichtig für das Modellfliegen. Wie vor einem Flug der originalen Vorbilder müssen die Modellflieger vorab gecheckt werden. Die Beweglichkeit der Höhen-, Quer- und Seitenruder gehört auch dazu, es kommt auf einen sicheren Flug an. Denn mit bis zu 220 Stundenkilometern brausen die Flugmodelle durch die Lüfte. Bei dem Check werden alle drei Akkus einzeln abgefragt. Wichtig ist, dass alle die gleiche Spannung aufweisen.

Kroko hebt per Seilwinde ab

Die Flugzeugmodelle sind zum Teil aus Bausätzen entstanden oder komplett selbst konstruiert. Dazu gehört das Flugkrokodil von Michael Brocks. Eigentlich handelt es sich dabei um eine Schwimmmatratze. „Das ist eine Attraktion für die Kinder“, sagt er. Das fliegende Krokodil wird von einem Elektromodell per Seilwinde in die Luft gehoben. In 300 Metern Höhe wird ausgeklinkt. Kroko landet aber punktgenau bei seinem Besitzer, der lange an einem flugfähigen Reptil gearbeitet hat. „Schwierig war es, den richten Schwerpunkt auszumachen“, sagt er. Damit der stimmt, befinden sich in der Schnauze 400 Gramm Blei.

Hintergrund


Der Modellflugclub gründete sich im Jahr 1990 in Ludwigsfelde. Zuvor war der Modellflug in der DDR in der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) organisiert.

60 Mitglieder sind derzeit im Verein aktiv, im Alter von 15 bis 85 Jahren.

Flugschüler sind immer willkommen. Nähere Infos unter mfc90.blogspot.de

Grundsätzlich gibt es verschiedene Varianten der Flugzeugmodelle: mit Elektro- oder Benzinmotor, als Segler oder mit Impeller. Der Impeller ist eine elektronisch betriebene Turbine, die im Innern der Modelle angebracht ist. Sie wird für leichte Düsenjägermodelle verwendet.

Spezielles Material für Modelle

Das Material für den Rumpf ist häufig Elapor, es sieht aus wie Styropor und ist der Stoff, aus dem die Modellfliegerträume gewebt sein können. Es bricht wesentlich später, da es viel elastischer als Styropor ist. Auch lassen sich Bruchstellen einfacher kleben.

Die Segler dagegen sind aus Vollkohlefaser. Mit ihnen nimmt der Verein auch an Meisterschaften teil. Die Elektrosegler müssen nach vier Minuten in der Luft ein Tor durchfliegen und danach auf einem 15 Meter langen Korridor landen.

Seitenwind kann tückisch sein

Beim Start und der Landung eines Modellflugzeugs sind einige Kriterien zu beachten, erklärt Michael Berns. Seitenwind kann besonders tückisch sein. Berns lernt auch Flugschüler im Modellflugclub an. Er lässt seine Schüler eher im Frühling und Herbst starten, auch wenn die Flugbedingungen nicht immer optimal sind. Das trage zum Lerneffekt bei. Auch unter schwierigen Bedingungen sollte das Modellflugzeug immer kontrollierbar sein, sagt er. An zwei bis drei Wochenenden, so schätzt er, kann ein Modellflugschüler das Übungsgerät gut bedienen.

„Das Fliegen macht den Kopf frei“

Er schwärmt für die Modellfliegerei: „Das Fliegen macht den Kopf frei“, sagt er. Auf den Wietstocker Flugplatz ist er durch Zufall geraten. Als er gerade einen Flieger geschrottet hatte, wie er sagt. Zunächst hat er Schiffs-, dann Modellautobau betrieben. „Hier draußen ist man mit der Natur verbunden“, erzählt er. Etwa, wenn die Störche sich zum Abflug sammeln und einige Segler gemeinsam mit den Tieren die Thermik suchen.

Von Krischan Orth

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