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Teltow-Fläming Fördergeld fürs Mitgliedsdorf
Lokales Teltow-Fläming Fördergeld fürs Mitgliedsdorf
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00:19 20.08.2017
Bürgermeister David Kaluza (r.) führte die Besucher durchs Dorf und auf die Baustelle des Dorfgemeinschaftsplatzes, wo gegenwärtig eine Schutzhütte entsteht. Quelle: Uwe Klemens
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Hohenseefeld

Normaler Weise lacht zu schönen Anlässen passenderweise die Sonne. Nicht so an diesem Mittwoch. Denn obwohl Jörg Vogelsänger (SPD), Brandenburgs Minister für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft nicht mit leeren Händen gekommen war, stapften Besucher und Gastgeber im strömenden Regen durch den Ort. Der ministerielle Schirm hielt nicht, was er versprach. Dafür aber der Minister, der am Ende seines Besuchs einen Förderscheck über 7085 Euro und 18 Cent aus der Tasche zog.

Das Schild weist auf den Dorfkern hin

Anlass des Besuchs war die Übergabe eines Schildes, mit dem Hohenseefeld gut sichtbar auf seine Mitgliedschaft in der Brandenburgischen Arbeitsgemeinschaft Historische Dorfkerne hinweisen kann. Vor knapp einem Jahr hatte die Gemeindevertretung Niederer Fläming den Beschluss gefasst, ihr Vorzeigedorf dafür ins Rennen zu schicken. Nach einem zweistufigen Aufnahmeverfahren erfuhren die Hohenseefelder dann Mitte Juni, dass sie zusammen mit Fürstlich Drehna (Landkreis Dahme-Spreewald) die Prüfung bestanden haben und somit der erste Ort aus dem Landkreis Teltow-Fläming in der Dörfer-AG sind.

„Ich bin stolz auf das, was sich in Dörfern wie Hohenseefeld entwickelt und weiß, das geht nicht nur mit Fördermitteln, sondern vor allem mit Menschen, die sich engagieren“, lobte Vogelsänger mit Blick auf die zahlreichen Initiativen zur Belebung des Dorfes und zum Erhalt des Erscheinungsbildes des Ortes. Die Umgestaltung des Hofes der 2002 geschlossenen Grundschule zum Dorfgemeinschaftsplatz ist nur eines der Projekte, für die aus Vogelsängers Ministerium schon mehrfach Fördermittel flossen.

Fördergeld regnet vom Himmel

Trotz strömenden Regens inspizierte die kleine Delegation im Anschluss die Baustelle, auf der Mitarbeiter der Langenlipsdorfer Sik-Holz GmbH derzeit die seit langem geplante Schutzhütte errichten. Auch diese ist Teil des Gesamtkonzeptes und dient nicht, wie am Mittwoch in der MAZ berichtet, als Schutz für die Heizungsanlage, sondern als Treffpunkt für Dörfler, Gäste und Durchreisende.

Die Bedeutung der Arbeitsgemeinschaft Historische Dorfkerne betonte Marco Beckendorf, der nicht nur Bürgermeister der Gemeinde Wiesenburg (Potsdam-Mittelmark ist, sondern auch Vorstandsmitglied der nun 13 Mitglieder zählenden AG. „Mit jedem Mitglied mehr prägt es sich Stück für Stück ein, dass der Erhalt der historischen Bausubstanz in den Dörfern und die Suche nach denkmalgerechten Lösungen, sowie das bürgerschaftliche Engagement einen hohen Stellenwert haben. Der Austausch, der dafür nötig ist, findet innerhalb der AG statt, denn nur gemeinsam können wir diese Ziele auf hohem Niveau erreichen.“

Ohne Engagement geht nichts

Marco Beckendorf würdigte insbesondere das Wirken von Hohenseefelds Ortsvorsteherin Sandra Klimaschweski. „Sie ist es, die agil ist und das Dorf in manche Aktivität, wie zum Beispiel den Europäischen Dorfwettbewerb, hineingeschubst hat. Dabei geht es nicht um die Goldmedaille, sondern um das entfachte Engagement. Engagement ist die Zukunft. Ohne Engagement geht nichts“, sagte Beckendorf.

Letzte Station des offiziellen Rundgangs war dann der Standort der künftigen E-Lade-Station, die von Vogelsängers Ministerium mit der genannten Summe zu 75 Prozent gefördert wird und ein weiterer Baustein des Gesamtkonzeptes zur Dorfgestaltung ist.

Von Uwe Klemens

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