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Teltow-Fläming Förderscheck für Kita in Luckenwalde
Lokales Teltow-Fläming Förderscheck für Kita in Luckenwalde
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05:10 13.04.2016
Bei der Scheckübergabe (v. l.): Antje Nitschke, Elisabeth Herzog-von der Heide, Imke Ebertus, Viola Horn und Günter Baaske. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Erst anderthalb Stunden zuvor erfuhr Viola Horn, Leiterin der evangelischen Kita in Luckenwalde, am Dienstag, dass sie gleich Ministerbesuch bekommen würde. Auch Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) schaufelte sich gern Zeit für den kurzfristigen Termin frei. Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske (SPD) kam überraschend und mit gewichtigem Gepäck: Er überbrachte der Kita einen Fördermittelscheck im Wert von exakt 715 022, 80 Euro. „Na, das nennen wir mal schnelles Geld“, freute sich Elisabeth Herzog-von der Heide.

Kitaplätze sind Mangelware

Der Scheck ist eine Finanzspritze aus dem neu aufgelegten Förderprogramm U3-Zusatzausbau-Richtlinie“ und unterstützt die Schaffung von Kitaplätzen für Kinder unter drei Jahren. Angesichts des großen Bedarfs sind die zurzeit Mangelware in Luckenwalde. „Aktuell können wir in der Stadt sechs Kinder unter drei Jahren nicht mit einem Platz versorgen“, sagte Herzog-von der Heide, „im Kindergartenalter sind es 13.“

Der geplante Neubau der evangelischen Kita soll Abhilfe schaffen. Statt bisher 38 Mädchen und Jungen können künftig 90 untergebracht werden. Die Gesamtkosten werden auf 2,46 Millionen Euro geschätzt. Das Diakoniewerk Simeon als Träger nimmt einen Kredit auf; die Stadt zahlt Zins und Tilgung.

Hintergrund

Der Neubau der Evangelischen Kita in Luckenwalde ist in der Neuen Baruther Straße 25/26 als eingeschossiges, barrierefreies Gebäude geplant.

Das Diakoniewerk Simeon als Bauherr und Träger hofft auf einen Baubeginn im Sommer 2016 und die Fertigstellung Ende 2017.

Für die 90 Kitaplätze, die dann vorhandenen sein werden, ist bereits ein Bedarf von 77 Plätzen angemeldet.

Viola Horn kann den Baustart kaum erwarten. „Seit 24 Jahren arbeite ich in der Kita und genauso lange steht der Wunsch nach Erweiterung, nach Umzug und der Unterbringung von Kleinstkindern“, sagte sie. „Es ist sehr mutig, neu zu bauen“, sagte Baaske, „Kinder sind unsere Zukunft und ihnen sollten wir besten Bedingungen bieten.“ Dies fange mit ordentlichen Räumlichkeiten an.

Neue Idee zur Überbrückung

Die Idee, als schnelle Lösung eine Tagespflegeperson im Angestelltenverhältnis zu beschäftigen (die MAZ berichtete), musste das Diakoniewerk verwerfen. Die erforderlichen Qualifizierungskurse beginnen erst im Oktober. Außerdem würde dies selbst bei Vollbelegung eine jährliches Zuschussgeschäft von 40 000 Euro bedeuten.

Aber die Kita hat eine neue Idee für eine Überbrückungsvariante. Räume im Dachgeschoss könnten für die Vorschulkinder hergerichtet und dafür zehn zusätzliche kleine Kinder in den jetzigen Räumen aufgenommen werden. Dieser Ausnahmeregelung müsste das Bildungsministerium zustimmen. Baaske konnte nichts versprechen, zeigte sich aber kompromissbereit.

Von Elinor Wenke

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