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Teltow-Fläming Förderung statt Ladenleerstand
Lokales Teltow-Fläming Förderung statt Ladenleerstand
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00:17 14.04.2017
Ines Matysik erläutert v.l.n.r. Stephan Gruschwitz, Elisabeth Herzog-von der Heide, Vilma Trempler (Handwerkskammer) und Randolf Kluge (IHK) das Gradierwerk in der Salzgrotte. Quelle: Hartmut F Reck
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Luckenwalde

Warum an den Stadtrand oder in die Metropolen schweifen, wenn das Gute mitten in der Stadt liegt? Zwar gleicht der Boulevard gegenwärtige einer Schaustelle für Tiefbauarbeiten und Baggerartistik, aber die Gewerbetreibenden machen das beste daraus. So wirbt beispielsweise eine Eisdiele mit dem Spruch: „Für jeden Eisbecher gibt’s eine Baggervorführung gratis.“

Sorgen über leerstehende Läden

Bei allen Einschränkungen und Unannehmlichkeiten betont Luckenwaldes Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD), dass jedes Geschäft in der Breiten Straße erreichbar ist. Sorgen machen der Stadt aber die vielen Ladenleerstände. So ist man im Amt für Wirtschaftsförderung immer froh, wenn sich wieder ein Unternehmer findet, der in der Breiten Straße ein Geschäft eröffnen will.

Drei davon, die in den vergangenen Monaten dort eröffnet haben, erhielten gestern Besuch von der Bürgermeisterin, Stephan Gruschwitz und Birgit Demgensky von der städtischen Wirtschaftsförderung sowie von Vilma Trempler von der Handwerkskammer und Randolf Kluge von der Industrie- und Handelskammer. Sie bilden den KMU-Förderbeirat, der mit darüber entscheidet, welche kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gefördert werden sollen.

Fleisch, Wurst und andere Lebensmittel aus der Region verkaufen Andreas Lück (r.) und Werner Gast (2.v.r.) bei „Andis Fleischerei“. Quelle: Hartmut F. Reck

Denn seit 2008 stellt die Stadt Luckenwalde aus Eigenmitteln jeweils um die 50 000 Euro zur Verfügung, um Unternehmen Starthilfe zu geben. Betrieben, „die überall durchs Raster fallen“, so Bürgermeisterin Herzog-von der Heide, weil die beantragte Förderung zu klein, oder es für das Vorhaben keine Landesförderprogramme gibt.

Laut den städtischen Kriterien werden 35 Prozent der Investitionskosten bis zu maximal 20 000 Euro gefördert. Bei der Schaffung von Arbeitsplätzen gibt es noch eine Schippe drauf. Diese Regelung stammt noch aus den Zeiten der hohen Arbeitslosigkeit. „Jetzt ist es vor allem wichtig“, so Elisabeth Herzog, den Ladenleerstand zu beseitigen, für die Belebung der Innenstadt zu sorgen und die Tapferen zu belohnen, die schon während der Bautätigkeit auf dem Boulevard einen neuen Laden eröffnet haben. Einen Investitionskostenzuschuss von 15 000 Euro erhielt Ines Matysik, Inhaberin der „Salzgrotte am Marktturm“ in der Breiten Straße 47, die im Volksmund weiterhin als Lämmergasse bezeichnet wird. Hier kann man mitten in der Stadt das denkbar gesündeste Klima einatmen und dabei noch auf gemütlichen Liegestühlen entspannen. Die heilende Wirkung ist nachgewiesen und die Entspannung garantiert.

„Tante-Ella-Laden“ von Sybille Bonn Quelle: Hartmut F. Reck

Gleich nebenan ist der „Tante-Ella-Laden“ von Sybille Bonn und ihrem Sohn Christoph. Für die Ladeneinrichtung bekamen sie einen Zuschuss von fast 6000 Euro. Dort gibt es neben einer Zapfanlage für frische Milch alle erdenklichen Lebens- und Genussmittel aus der Region. Auf die konzentrieren sich auch Andreas Lück und Werner Gast mit „Andis Fleischerei“ in der Breiten Straße 47. Für den aufwendigen Umbau erhielten sie 20 000 Euro. Lücks Motto lautet: „Man muss nicht immer gleich in den Supermarkt fahren. Hier kriegt man alles zu Fuß.“

Von Hartmut F. Reck

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