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Forderung nach freier Fahrt für Radler

Nächst Neuendorf Forderung nach freier Fahrt für Radler

Warum geht in Nächst Neuendorf nicht, was in Dabendorf geht? fragt Detlef Siwek. Der Gehweg entlang der Dabendorfer Goethestraße darf auch von Radfahrern benutzt werden. So zeigt es ein Verkehrszusatzschild an. Eine gleich lautende Regelung will Siwek auch für den Bürgersteig an der B 246 in seinem Ort auf den Weg bringen.

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Auch Radfahrer können den knapp 2,10 Meter breiten Gehweg entlang der Goethestraße in Dabendorf nutzen.

Quelle: foto: Frank Pechhold

Nächst Neuendorf. Freie Fahrt für Radler wünscht sich Detlef Siwek auf dem Gehweg entlang der Bundesstraße 246 in Nächst Neuendorf. Warum bringt man nicht auch hier so wie an der Goethestraße in Dabendorf das Verkehrszusatzschild „Radfahrer frei“ an? fragt er. Die MAZ holte die Antwort bei Hubert Grosenick, Leiter des Straßenverkehrsamtes Teltow-Fläming, ein.

Nächst Neuendorf stehe vor der Eröffnung des Jugendraumes im Dorfgemeinschaftshaus, so Siwek. Deshalb wäre es sinnvoll, den Besuchern des Jugendraumes die Möglichkeit zu geben, mit dem Rad die stark befahrene B 246 zu meiden und statt dessen den wesentlich sicheren Gehweg vom Ortsein bis -ausgang zu nutzen. Die Bundesstraße sei sehr schmal. „Auch bei Gegenverkehr wird man als Radfahrer von Autofahrern überholt, was zu gefährlichen Situationen führt“.

Der Gehweg ist einfach zu schmal für Fußgänger und Radfahrer

Die Tatsache, dass ein Jugendraum im Dorfgemeinschaftshaus eröffnet werde, sei für die Erweiterung der Benutzergruppe des Gehwegs allein nicht ausreichend, so Verkehrsamtsleiter Hubert Grosenick. Auch die Rahmenbedingungen müssten stimmen. Die Stadt Zossen habe bereits im März 2011 die Möglichkeit einer Nutzung des Gehweges von Radfahrern entlang der B 246 prüfen lassen. Laut Straßenverkehrsordnung sei das möglich. Kinder bis 10 Jahre und deren Aufsichtsperson dürften dies ohnehin. Grosenick zufolge müssten sich schon jetzt viele Nutzer den Gehweg teilen: Fußgänger mit und ohne Kinderwagen, Kinder mit Fahrrad und ihre Begleitpersonen, Senioren mit Hilfsmitteln. „Um die Benutzergruppe von Gehwegen generell zu erweitern, bedarf es jedoch entsprechender Voraussetzungen“, betont der Verkehrsamtschef. So müsse ein auch von Radfahrern genutzter Gehweg ausreichend breit sein. Dies sei erforderlich, weil Fußgänger auf einem Gehweg absoluten Vorrang haben und nicht von Radfahrern gefährdet werden dürfen. Dem Anliegen von Detlef Siwek könnte entsprochen werden, wenn der Weg eine Breite von rund 2,50 Meter aufwiese. Ansonsten sei eine gefahrlose Begegnung der Benutzer nicht gewährleistet. „Mit einer Breite von rund 1,50 Meter ist der Gehweg für eine gemeinsame Nutzung von Fußgängern und Radfahrern zu schmal“, so Grosenick. Stellenweise werde der Weg von Bäumen und einer Bushaltestelle sogar bis auf 80 Zentimeter eingeengt. Ein weiterer Grund für die Ablehnung der Freigabe des Weges für Radfahrer sei die Schutzwürdigkeit der Bewohner des Nächst Neuendorfer Seniorenwohnparks gewesen.

Von Frank Pechhold

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