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Teltow-Fläming Forstgemeinschaft baut einen Ernte-Weg
Lokales Teltow-Fläming Forstgemeinschaft baut einen Ernte-Weg
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07:16 29.09.2015
FBG- und Feuerwehrmitglieder zwischen Bürgermeister David Kaluza (l.) und Revierförster Sebastian König (r.) auf dem neuen Weg. Quelle: Getraud Behrendt
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Welsickendorf

Der Weg durch den Wald ist fertig. Das Besondere daran ist dessen Entstehungsgeschichte. Die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Welsickendorf wollte ihn schon lange. Eigentümer der meisten Wegeflächen ist indes die Gemeinde Niederer Fläming. Diese wurde im Februar Mitglied der FBG, und Revierförster Sebastian König war in seinem Elan nicht mehr zu bremsen.

König überzeugte das Vorstands-Trio der FBG, Joachim Stugk, Dieter Schulze und Reiko Baar, den Wegebau vorzufinanzieren. Er versicherte zwar, das Geld käme zurück, aber dem Vorstand war doch etwas flau. Besonders, wenn die drei an Ursula und Harry Reiche dachten. Die haben eine größere Fläche Wald und mussten deshalb eine entsprechend hohe Summe beisteuern. Alles ging gut, und das Paar freut sich ebenfalls. Die 2,5 Kilometer haben 63 000 Euro gekostet, gefördert aus dem Fonds Europäische Landwirtschaft für die Entwicklung des ländlichen Raums.

Bürgermeister David Kaluza (parteilos) gratulierte der FBG, aber auch sich selbst als Chef der Gemeinde Niederer Fläming. Schließlich profitieren nicht nur die Waldeigentümer, deren Holzernte sich vereinfacht hat. Auch Rettungsfahrzeuge und die Feuerwehr können im Ernstfall anrücken, weshalb sich Matthias Schulze, zweiter Vize-Gemeindebrandmeister und Wehrführer in Welsickendorf, am Freitag den Weg mit einem seiner Kameraden angesehen hat.

König erläuterte, dass dieser Weg ausgewählt worden sei, „weil das Waldbild für die FBG spricht. Alte Recken stehen neben dem jungen Gemüse“, sagte er und zeigte auf die hohen Kiefern und die noch kleinen Laubbäume. „Große stehen schützend vor den Kleinen, so ähnlich wie in der FBG“, sagte er – denn zur FBG gehörten Eigentümer mit 1,5 Hektar Wald und andere, die 30 bis 50 Hektar hätten. Sie seien zur Waldgemeinschaft geworden und bildeten eine Wirtschaftseinheit. „2014 zählte die FBG beim Holzeinschlag 15 Mitglieder, im Mai 2015 waren es mehr als 50“, schilderte er die Entwicklung. Er zeigte auf hohe Kiefern mit weißem Ring um den Stamm. Die hätten Bilderbuchformat und „sind Zukunftsbäume. Sie bleiben noch 40 Jahre stehen.“

Der Revierförster selbst darf nicht bleiben. Das ist der Wermutstropfen für die FBG. „Das Land hat uns in die Pfanne gehauen, uns so einen engagierten Mann wegzunehmen. Kein Protest half“, bedauerte Joachim Stugk. Kaluza ergänzte: „Herr König hat hier ein Baby großgezogen. Die Verwaltungsstruktur der Landesregierung ist kontraproduktiv.“ Es sei eine Gemeinschaft geschaffen worden, die ihre Verantwortung für den Wald wahrnehme.

König versprach, sich trotz allem um die FBG zu kümmern und zählte auf, dass zur wirtschaftlichen Bilanz 2014 die 6000 geernteten Festmeter Holz zählen, je Festmeter im Schnitt für 40 Euro verkauft. Die 240 000 Euro wurden investiert. „Wir ernten nur ab, was in einem Jahr zuwächst“, sagte er.

Der neue Weg hält laut König 40-Tonnern stand. Ein Qua­dratmeter sei mit 21 Euro gefördert worden – gebaut im „Uhrglasprofil“, damit das Wasser ablaufen könne. Der Weg müsse aber gepflegt werden.

Von Gertraud Behrendt

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