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Teltow-Fläming Fortschritt trotz Hitze
Lokales Teltow-Fläming Fortschritt trotz Hitze
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00:31 10.08.2015
Noch bis zum Jahresende werden Leitungen verlegt, für alles, was der Mieter braucht: Wasser, Abwasser, Strom, Gas, Regenentwässerung. Quelle: Gertraud Behrendt
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Jüterbog

Baggerfahrer balancieren mit Rohren über die Baustelle. Bauarbeiter weisen ihre Kollegen ein. Auch bei der extremen Hitze müssen sie einen Helm tragen. Am Freitag soll die Arbeit auf der B102 am Neumarkttor früher als sonst beginnen. „Früher als 6 Uhr geht aber nichts“, sagt Klaus Seide. Der Bauüberwacher im Landesbetrieb Straßenwesen weist darauf hin, dass Ämter über einen Antrag zur Arbeitszeitverschiebung zu entscheiden hätten. Doch niemand weiß schon Wochen vorher, an welchen Tagen die Sonne besonders brennt. Aber auch dann wäre eine Genehmigung unwahrscheinlich, weil ringsherum Leute wohnen, die schlafen möchten.

Die Randbebauung bietet auch sonst Konfliktstoff. Der ungünstige Baugrund und die vielen komplizierten Leitungsbestände im Erdreich müssen bedacht werden. Der Wasser- und Abwasserverband Jüterbog-Fläming lässt seine Rohre erneuern, der Landesbetrieb seine Regenentwässerung, Erdgas- und Stromversorger lassen ihr Netz sanieren. „Alles, was an Problemen in Lehrbüchern steht, haben wir hier“, sagt Gerd Klamrowski. Der bauleitende Polier wacht über die Kanalbauer, die bis zum Jahresende das Geschehen dominieren werden, und ergänzt: „Alles, was das Baugewerbe hergibt, wird hier eingesetzt.“

Hintergrund

Der erste Teil
Neumarkt mit Einmündung Oberhag bis zur Ampelkreuzung Planeberg ist rund 300 Meter lang.

2,3 Millionen Euro werden verbaut. Landesbetrieb, Stadt, WAZ sowie Strom- und Gasversorger teilen sich diese Kosten.

Die Straße wird 6,50 Meter breit, es gibt neue Geh- und Radwege, die Brücke wird erneuert und zwei Meter Parkstreifen kommen hinzu.

Dass alles dort landet, wo es soll, ist die Aufgabe von Martin Kuhl. Er ist Bauleiter der Strabag, die ab dem ersten Quartal 2016 die neue Fahrbahndecke aufbringen wird. Die drei Männer sprechen sich regelmäßig ab. Kuhl und Klamrowski sind ständig vor Ort. Eine Bilanz wollen sie noch nicht ziehen. „Es ist der 83. Arbeitstag, wir haben etwa ein Fünftel geschafft“, so Klamrowski am Donnerstag. „Angesichts der komplizierten Leitungsbestände sind wir auf einem guten Weg“, ergänzt Seide, der die gute Zusammenarbeit lobt. Auch mit den Anwohnern klappe es. Beschwerden seien abgearbeitet worden.

Die Bauleitung sorgt sich darum, dass die Geschäftsleute Kunden und Waren empfangen können, auch wenn die provisorischen Fußwege immer mal verändert werden. Dass so viele Anwohner vom Bau betroffen sind, hat zumindest einen Vorteil: „Vandalismus haben wir nicht, Diebstähle auch nicht“, sagt Kuhl.

Die Archäologen haben auch einiges zutage gefördert: Tonnengewölbe, Grundmauern der einstigen Häuserflucht am Neumarkttor und die Kugel einer Hakenbüchse. Darüber wird Expertin Elisabeth Kirsch Auskunft geben, wenn sie wieder nach Altem gräbt.

Die drei Bauleiter haben noch eine weitere Botschaft: Ende August 2016 wollen sie fertig sein. Herbst hieß es noch beim ersten Spatenstich im April.

Von Gertraud Behrendt

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