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Foto-Pirsch im eigenen Garten

Kloster Zinna Foto-Pirsch im eigenen Garten

Die Natur ist für Heinz Chairullin der Kraftquell seines Lebens. Mit viel Mühe hat er sich sein eigenes Gartenparadies in Kloster Zinna geschaffen. Stundenlang kann er dort mit der Kamera verharren, um auf seltene Gäste zu warten.

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Heinz Chairillun auf der Foto-Pirsch.

Quelle: Uwe Klemens

Kloster Zinna. Wenn es draußen summt und zwitschert, fühlt sich Heinz Chairullin am wohlsten. Dann lässt er sich auf dem Klappstuhl im Garten nieder und beobachtet stundenlang den Blütenrausch der Schmetterlinge, Bienen und Hummeln und verfolgt den Alltag der Vögel, die dort zu Hause sind oder als Tagesgäste vorbeigeflattert kommen.

„Freude an der Natur hab’ ich schon seit meinen Kindertagen“, sagt der 89-Jährige, der in der sogenannten Tagelöhnersiedlung des benachbarten Gut Kaltenhausen aufwuchs und die Freude an der Gartenarbeit in die Wiege gelegt bekam. „Stundenlang konnte ich mit meiner Mutter beim Gemüseanbau helfen und hatte Spaß daran“, blickt er zurück.

Gartenparadies auf dem Kirchenacker

Als er als reiferer Junggeselle das Elternhaus verließ, quartierte er sich ein paar Häuser weiter bei einer älteren Dame ein, deren Anwesen er später erwarb. Auf dem angrenzenden Kirchenacker schuf sein eigenes Gartenparadies.

Nahezu alles, was man zum Eigenbedarf selbst anbauen kann, wächst und gedeiht dort und wird liebevoll umhegt von Heinz Chairullin und seiner Frau Ingrid. Kartoffeln, Kürbisse, Bohnen und sonstiges Gemüse werden umrankt von duftenden Ziergehölzen, Beerensträuchern und Blumen.

Vögel und Insekten fotografiert

Die Krönung aller Mühen ist das tägliche Stelldichein der Vögel und Insekten. Von jeder Art hat Heinz Chairullin mindestens ein Exemplar konserviert – nicht in Chloroform, sondern auf dem Speicherchip seiner Kamera und als Video. Denn längst ist aus dem gelernten Gleisbauer ein enthusiastischer Naturfotograf geworden, dessen Archiv ein stattliches Ausmaß angenommen hat. „Wenn abends im Fernsehen mal wieder nüscht Gescheites läuft, schließ ich die Kamera an den Apparat an und lass’ meine eigenen Bilder und Videos laufen.“

Besonders stolz ist der rüstige Natur- und Fotofreund auf so seltene Bilder, wie die der Bachstelze, die es sich in einem Stapel alter Ziegel gemütlich gemacht hat, um dort ihre Jungen aufzuziehen.

Obwohl das Ehepaar Tiere mag, besitzen sie weder Hund noch Katze oder Weidetiere. „Wir wollen nicht die Sklaven unserer Tierliebe sein und verreisen lieber, was wir sonst nicht könnten“, sagt Heinz Chairullin. Urlaubsziele im In- und Ausland sind nicht die Touristenhochburgen, sondern die stillen Orte in der Natur, wo es viele Beeren und manchmal sogar Bären gibt und wo man wandern kann. Lieblingsreiseland ist Norwegen, deren Wasserfälle und Fjorde im Winter dann über die Mattscheibe daheim rauschen. Denn die Kamera ist immer mit dabei.

Von Uwe Klemens

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