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Teltow-Fläming Fragen zu Flüchtlingen: Raue stoppt Interview
Lokales Teltow-Fläming Fragen zu Flüchtlingen: Raue stoppt Interview
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17:04 01.11.2016
Der Moment, in dem Arne Raue das Interview abbricht. Quelle: Screenshot/ZDF
Jüterbog

Es fing harmlos an und endete unerfreulich. Jüterbogs Bürgermeister Arne Raue hat ein Fernseh-Interview mit dem ZDF abgebrochen – nachdem er auf das Thema Flüchtlinge angesprochen wurde.

Jüterbog ist einer der zentralen Orte des Reformationsjahres. Aus diesem Anlass dreht das Zweite Deutsche Fernsehen einen Beitrag über den Ort. Auch der Bürgermeister sollte darin zu Wort kommen. Das Interview begann zunächst in einer entspannten Atmosphäre. Raue wird zur Rolle der Kirche in seinem Ort gefragt und dazu, welche Bedeutung das kommende Jahr für Jüterbog haben wird. Das ganze Jahr 2017 werde im Zeichen der Reformation stehen. Er gehe davon aus, dass der christliche Glaube wieder in den Vordergrund rücken werde, sagt er. Auch wenn ihn persönlich das weniger betreffen werde, er sei schließlich Atheist. Er könne sich aber für kirchliches Gedankengut erwärmen.

Raue: „Ich breche das dann jetzt auch ab“

Nach etwa einem Drittel des Gesprächs kommt Raue auf das Thema Flüchtlinge zu sprechen. Auf die Frage, was er sich von der Kirche wünschen würde, zum Beispiel, ob diese sich stärker an der Gemeinschaftsaufgabe „Flüchtlinge“ beteiligen solle, antwortet Raue nur ausweichend. Es gehe um die Reformation und vielleicht habe man auch mal die Chance, da man den ganzen Tag vom Thema Flüchtlinge beschallt werde, vom Thema Flüchtlinge wegzukommen.

Danach hakt die Interviewerin zur Rolle der Kirche in der Flüchtlingsfrage nach, Raue will darauf jedoch nicht eingehen. Er bietet ein Extra-Gespräch an, schließlich sei ja vorab ein Gespräch zum Thema Reformation abgemacht worden. Wenig später bricht er das Interview ab.

Reaktionen auf den Interview-Abbruch von Arne Raue >

Das gesamte Interview ist auf der ZDF-Homepage zu sehen. Ausschnitte davon wurden in einem Beitrag der Sendung „Länderspiegel“ verwendet.

Äußerungen von Raue sorgten schon häufiger für Unmut

Arne Raue sorgt nicht zum ersten Mal mit Äußerungen zur Flüchtlingen für Aufsehen. Im vergangenen Jahr hatte er auf der Homepage der Stadt vor dem Kontakt mit Flüchtlingen gewarnt und das damit gerechtfertigt, dass diese ansteckende Krankheiten übertragen. Später zog er die Meldung zurück. Nach einem Anschlag auf einen Flüchtlingstreffpunkt im Oktober vergangenen Jahres zog er den Unmut einiger Politiker aus dem Ort auf sich, weil er wegen eines anderen Termin der Andacht am Tatort ferngeblieben war.

Dazu kommt, dass sich Raue immer wieder auf Facebook zu der Flüchtlingsthematik äußert. Der Bürgermeister gibt kritische Kommentare zur Asylpolitik ab, besteht aber darauf, dass sein Account rein privat sei. Wegen seiner kritischen Äußerungen wird Raue häufig von anderen Politikern angegriffen. Der Brandenburger Bundestagsabgeabgeordnete Norbert Müller (Linke) ist deswegen von Raue angezeigt worden. Müller wirft Raue rassistische Hetze vor.

Von MAZonline

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