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Teltow-Fläming Frauen, die auf Ziegen starren
Lokales Teltow-Fläming Frauen, die auf Ziegen starren
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08:24 26.10.2015
Die Ziegenkünstlerinnen Franziska Uhl, Stefani Peter und Brigitte Potter-Mael (v.l.n.r.) im Gedok-Haus.
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Rangsdorf

„Drei Ziegen bringen Wohlstand“, so heißt die neue Ausstellung im Kunstflügel der Gedok, die am Sonntag eröffnet wurde. „Und weil 2015 auch das Jahr der Ziege ist, war das für uns ein willkommener Anlass zu dieser ungewöhnlichen Präsentation“, so die Vorsitzende des Gedok-Landesverbandes, Gerlinde Förster.

Die Künstlerinnen Stefani Peter, Brigitte Potter-Mael und Franziska Uhl sind alle drei nach dem Chinesischen Horoskop im Zeichen der Ziege geboren – jeweils mit einem Abstand von 12 Jahren. Sie haben sich kreativ und durchaus charmant mit ihrem Zeichen auseinandergesetzt.

Franziska Uhl hat Kunst in Dresden und Bremen studiert. Ihr Atelier liegt auf der polnischen Seite der Oder in Kunice. Ihre Arbeiten bestehen aus Basisradierungen mit Ziegenbildern, die sie farbig übermalt, teilweise collagiert und mit Texten versehen hat. Der Betrachter erfährt Erstaunliches, Sinniges, Unsinniges und viel Heiteres über das Wesen der Ziege.

Franziska Uhls Nichte ist ebenfalls im Zeichen der Ziege geboren. Die Studentin begrüßte die zahlreichen Besucher mit selbst gebackenen Ziegenkeksen.

Die seit 1977 in Kanada lebende Brigitte Potter-Mael konzentriert sich in ihrem künstlerischen Ausdruck auf Kräuter, die die Nahrung der Ziegen bilden. Bei der Vorbereitung zu dieser Ausstellung ist die Künstlerin, die auch in Europa wirkt, auf Briefe von Rosa Luxemburg gestoßen. Auch sie ist im Jahr der Ziege geboren und fühlte sich der Botanik immer eng verbunden.

Rosa Luxemburg erwähnt in ihren Briefen, dass sie auf dem Weg zum Botanischen Garten häufig einer Ziege begegnet, die sie füttert. Aufgrund dieser Seelenverwandtschaft hat Brigitte Potter-Mael ihre Arbeiten mit Zitaten der Rosa Luxemburg versehen. Handgeschrieben, ohne Punkt und Komma.

Potter-Maels Aquarelle und Grafiken erzählen mit ganz besonderem Reiz von dem Wunder Botanik. Die 1943 geborene Künstlerin hat sieben Jahre in Italien, südlich von Neapel, gelebt und ist der Liebe wegen nach Kanada ausgewandert.

Ebenfalls in Vancouver lebt die aus Thüringen stammende Künstlerin Stefani Peter. Nach ihrem Studium in Nürnberg und Dresden betreibt sie seit 2003 gemeinsam mit ihrem Mann in Vancouver die Aion Art Gallery. Ihr großes Thema ist die Zeit. Sie stellt in Rangsdorf nun Minutenskizzen, Stundenskizzen und Tagesziegenbilder aus. Stefani Peters Tagebücher sind Leporellos, die in der Galerie Kunstflügel in dreidimensionaler Form zu sehen sind.

Franziska Uhl, Stefani Peter und Brigitte Potter-Mael sind befreundete „Ziegenfrauen“, Kunstpreisträgerinnen und langjährige Mitglieder der Gedok. Der Gedanke zu einer gemeinsamen Ausstellung ist über viele Jahre gewachsen. Der Titel „Drei Ziegen bringen Wohlstand“ kommt nicht von ungefähr. Er bezieht sich auf ein altes Sprichwort im Chinesischen: „San-Yang-Kai-Tai“. Das Sprichwort verspricht vor allem Glück.

Info: Die Ausstellung „Drei Ziegen bringen Wohlstand“ ist noch bis zum 6.Dezember im Rangsdorfer Gedok-Haus zu sehen.

Von Gudrun Ott

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