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Frauenstammtisch feiert 25-jähriges Bestehen

Ludwigsfelde Frauenstammtisch feiert 25-jähriges Bestehen

Seit 25 Jahren besteht der Ludwigsfelder Frauenstammtisch – und er ist aus dem sozialen Netzwerk von Stadt und Kreis nicht mehr wegzudenken. Vor allem ist er Träger der beiden Frauenhäuser in Ludwigsfelde und Luckenwalde, er hat aber auch noch weitere Projekte.

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Helga Schmidt (l.) und Eva Steckel mit einigen Kindern aus der Gruppe „Sonnenkinder“.

Quelle: Gudrun Ott

Ludwigsfelde. Der vor 25 Jahren gegründete Ludwigsfelder Frauenstammtisch feiert am 9. Juli im Waldhaus sein Jubiläum. Eingeladen zum Fest ist Attila Weidemann, der RBB-Landschleicher.

Der Verein ist aus dem sozialen Netz der Stadt nicht mehr wegzudenken, nicht zuletzt, weil er der Träger der beiden Frauenhäuser in Ludwigsfelde und Luckenwalde ist. Seine Bedeutung beweisen zusätzlich aber auch die zahlreichen und gut besuchten Angebote im Waldhaus. Dazu gehören unter anderem Strickkurse, Spielerunden, eine Rückenschule und die Gruppe der Sonnenkinder. Die Sonnenkinder, das sind Grundschulkinder, die es schwer haben Freunde zu finden und denen im Waldhaus bei Spiel und Spaß geholfen wird Kontakte zu Gleichaltrigen zu knüpfen. „Momentan sind es an die zehn Kinder, mit denen wir auch Schularbeiten machen“, erklärt Vereinsvorsitzende Helga Schmidt.

Verein hat 30 Mitglieder

Die 58-Jährige gehört zu den Betreuerinnen der Sonnenkinder, Mitglied im Verein Frauenstammtisch ist sie seit zehn Jahren. „Im Prinzip sind wir ein reiner Frauenverein, haben aber dennoch einen Mann in unseren Reihen“, die Frührentnerin lächelt. Um die 30 Mitglieder hat der Verein. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 25 Euro im Jahr. Für die Finanzen zuständig ist Christiane Niendorf. Sie ist Lehrerin an der Kleeblatt-Grundschule und meist auch zur Stelle, wenn sich die Gruppe der Sonnenkinder trifft. „Manche Kinder fühlen sich an den Schulen ausgegrenzt. Das kann verschiedene Ursachen haben. Bei uns lernen sie zu kommunizieren und Freunde zu finden“, so die engagierte Pädagogin. Jeden Mittwoch ist auch Eva Steckel im Waldhaus.

Wichtigstes Projekt ist das Frauenhaus

Seit acht Jahren ist sie Vereinsmitglied und engagiert sich in der Rufbereitschaft fürs Frauenhaus, dem größten und wichtigsten Projekt des Vereins. Seit den 90er Jahren betreibt dieser das Frauenhaus in Ludwigsfelde; 2015 übernahm er auch das in Luckenwalde nach der Insolvenz des dortigen Trägervereins. Geleitet werden beide von Katrin Buschmann. Die Psychologin war zuvor auf internationalem Parkett in der Entwicklungszusammenarbeit unterwegs. Seit drei Jahren arbeitet sie im Frauenhaus. „Das Thema Gewalt braucht eine größere Öffentlichkeit“, sagt sie. „Denn nicht nur die Gewalt in der Gesellschaft, auch die häusliche Gewalt unter der Frauen und Kinder leiden, hat zugenommen und die Dunkelziffer ist hoch.“ Das Frauenhaus versteht sich nicht nur als Zufluchtsstätte, sondern ist zugleich auch Krisen- und Beratungszentrum, anonym und kostenlos. Zustimmend nickt Marina Ujlaki. Sie ist Pressesprecherin und Integrationsbeauftragte der Stadt. Sie hat das Frauenhaus acht Jahre lang geleitet und zählt zu den Gründungsmitgliedern des Frauenstammtisches. Außerdem leitete sie den früheren Mädchentreff.

Verein prägte frauenpolitisches Gesicht der Stadt

Involviert in die Gründung war auch Ute Schmidt. Sie war damals Frauenbeauftragte in Ludwigsfelde. „Wir hatten damals nur eine Frauennotwohnung und brauchten eine breitere Basis fürs geplante Frauenhaus. Der Verein Frauenstammtisch bot die Möglichkeit zu einer parteiübergreifenden Zusammenarbeit und er prägte das frauenpolitische Gesicht der Stadt.“ Ute Schmidt lebt heute in Mecklenburg Vorpommern, leitet dort die Landeskoordinierungsstelle für Demokratie und Toleranz. Bis zu ihrem Weggang war sie Mitglied des Ludwigsfelder Vereins. Sie wünscht dem Frauenstammtisch für seine zukünftige Arbeit, dass er wieder mehr frauenpolitische Veranstaltungen organisiert.

Von Gudrun Ott

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