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Freie Musikschullehrer erhalten mehr Honorar

Teltow-Fläming Freie Musikschullehrer erhalten mehr Honorar

Musikschulleiter Andreas Hüttner (Bild) hat wie seine fest angestellten Kollegen jedes Jahr von den Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst profitiert. Dagegen musten seine freischaffenden Musikschullehrer seit 2010 auf Honorarerhöhungen verzichten. Jetzt hat sich der Kreistag durchgerungen, die Honorare entsprechend anzuheben. Die höhere Landesförderung machte es möglich.

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Andreas Hüttner, Leiter der Kreismusikschule, hier bei einem Auftritt in Luckenwalde.

Quelle: foto: margrit Hahn

Luckenwalde. Eine schöne Nachricht für alle nicht fest angestellten Musik-, Kunst- und Tanzlehrer an der Musikschule Teltow-Fläming kurz vor den Sommerferien: Rückwirkend zum 1. Januar gibt es mehr Geld für jede erteilte Unterrichtsstunde. Der Kreistag von Teltow-Fläming hat nach sieben Jahren Lohnstopp jüngst auf seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause einstimmig eine Änderung der Honorarordnung für die kreiseigene Musikschule beschlossen.

„Die Lehrer freuen sich“

„Die Lehrer freuen sich“, sagt Musikschulleiter Andreas Hüttner. „Das war fällig.“ Denn die letzte Honorarerhöhung trat 2010 in Kraft. Während bei den fest angestellten Musiklehrern aufgrund der Tarifabschlüsse seitdem die Gehälter um etwa 18 Prozent gestiegen sind, blieben die Honorarsätze der freien Mitarbeiter unverändert. An der Musikschule arbeiten 17 Festangestellte und 27 Honorarkräfte, die jeweils etwa die Hälfte der Unterrichtsstunden abdecken, weil die meisten Freien nicht ganztags für die hiesige Musikschule tätig sind. Die meisten verdienen sich noch in anderen Musikschulen und durch Auftritte etwas hinzu. Jetzt bekommen sie noch eine Nachzahlung, quasi als „Urlaubsgeld“.

„Sie waren uns alle wohlgesinnt“

Schuldirektor Hüttner freut sich nicht nur für seine freischaffenden Kollegen, sondern auch darüber, wie leicht es gefallen ist, die Verwaltungsmitarbeiter und die Kreistagsabgeordneten beispielsweise im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport von der Notwendigkeit einer Honorarerhöhung zu überzeugen. „Sie waren uns alle wohlgesinnt“, lobt Hüttner deren Einstellung. Bereits Anfang des Jahres hatte der Kreistagsvorsitzende Gerhard Kalinka (Bündnis 90/Die Grünen) im Namen seiner Fraktion eine Anfrage an die Kreisverwaltung zur Bezahlung der freischaffenden Musikschullehrer gerichtet.

Erhöhte Landesförderung erleichtert Entscheidung

Die Entscheidung, die Honorarordnung nach oben zu korrigieren, wurde aber auch durch eine deutliche Erhöhung der Landesförderung erleichtert. So stieg die Förderung des Sports sowie der Musik- und Kunstschulen in diesem Jahr um etwa 80 Prozent von insgesamt 3 027 000 Euro auf immerhin 5 127 000 Euro.

Höhere Honorare

Die nun beschlossenen Honorarerhöhungen liegen bei etwa 18 bis 20 Prozent. So erhält ein freier Musikschullehrer künftig für einen 45-minütigen Einzelunterricht statt 20 nun 24 Euro, für einen 30-minütigen Einzelunterricht statt 21 nun 25,50 Euro wegen des höheren Vorbereitungsaufwands. Für den Zweier-Gruppenunterricht gibt’s jetzt 26,50 statt 22 Euro und für den Dreier-Gruppenunterricht 27,50 statt 23 Euro. Den meisten Zuwachs haben Tanzlehrer mit nunmehr 37,40 statt 28 Euro. Bei reinen Repräsentationsaufgaben und der Mitwirkung an Veranstaltungen bleibt es dagegen bei nach wie vor 20 Euro für 45 Minuten.

Honorarkräfte ohne musikpädagogischen Hochschulabschluss erhalten ab diesem Jahr drei statt zwei Euro weniger als ihre entsprechend ausgebildeten Kollegen, was aber immer noch mehr ist als bisher.

Von Hartmut F. Reck

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