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Frieda und Arthur Linke feiern diamantene Hochzeit

Schönhagen Frieda und Arthur Linke feiern diamantene Hochzeit

Vor 60 Jahren gaben sich Frieda und Arthur Linke in Ahrensdorf an einem heißen 1. August das Jawort. Gestern feierte das Paar im Kreis von Verwandten und Bekannten das Fest der diamantenen Hochzeit.

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Frieda und Arthur Linke aus Schönhagen feierten gestern das Fest der diamantenen Hochzeit.

Quelle: Foto: Elinor Wenke

Schönhagen. Am 1.  August vor 60 Jahren war das Wetter genauso heiß wie in diesem Jahr. Daran erinnern sich Frieda (85) und Arthur Linke (84) aus Schönhagen noch genau. Damals gaben sie sich in Ahrensdorf das Jawort, am Dienstag feierte das Paar in Schönhagen diamantene Hochzeit. Zu den Gratulanten gehörten auch Trebbins Vize-Bürgermeisterin Ina Schulze, Anita Griese vom Ortsbeirat Schönhagen und Vertreter der Ortsfeuerwehr.

Trebbins Vize-Bürgermeisterin Ina Schulze gehörte am Dienstag zu den Gratulanten

Trebbins Vize-Bürgermeisterin Ina Schulze gehörte am Dienstag zu den Gratulanten.

Quelle: Elinor Wenke

Kennengelernt haben sich der gebürtige Schlesier und die Ahrensdorferin schon in der Schule. Richtig gefunkt hat es dann beim Tanz auf dem Dorfe. „Wir hatten uns beide ineinander verguckt“, berichtet der diamantene Bräutigam. Zur Hochzeit trug Frieda Linke ein weißes Brautkleid, er einen eleganten Anzug, maßgefertigt von Schneidermeister Fischer aus Trebbin. „1957 war eine schwierige Zeit. Es gab weder Brautschuhe noch Eheringe“, berichtet Frieda Linke, „also musste das aus dem Westen ranbesorgt werden.“ Gefeiert wurde damals mit 75 Gästen bis zum nächsten Vormittag.

Nach der Hochzeit zog Frieda Linke zu ihrem Mann auf den Hof in Schönhagen, wo sie heute noch wohnen. Die Ehe blieb kinderlos, doch Langeweile gab es nicht. Beide waren in der Landwirtschaft tätig, hatten zunächst Ackerflächen und Vieh und arbeiteten später in der LPG.

Viel gearbeitet und trotzdem zufrieden

„Wir haben immer viel gearbeitet und waren trotzdem zufrieden“, erzählt Frieda Linke. Neun Jahre hat sie ihre bettlägerige Schwiegermutter gepflegt. „Da war an Urlaub nicht zu denken“, sagt Frieda Linke ohne Groll. „Sie wird von allen nur ,Friedchen’ genannt, weil sie so nett und beliebt ist“, berichtet ihr Schwager Werner Müller. Wer in der Ehe die Hosen anhat, ist nicht ganz eindeutig. „Sie haben beide immer gesagt, wo es langgeht“, erzählt Christa Ruge, die jüngere Schwester der diamantenen Braut. Andere wissen, dass „Friedchen“ vor allem in ihrer Jugend gern getanzt hat – wie eine „Fee“.

Tanzen klappt heute nicht mehr, dennoch freute sich das Jubelpaar am Dienstag über die Musik der Ließener Blaskapelle, die als Überraschung organisiert worden war. Seit seinem letzten Schlaganfall sitzt Arthur Linke im Rollstuhl und braucht Hilfe, dennoch sind beide Eheleute dankbar, dass sie ihren Lebensabend noch in ihren eigenen vier Wänden genießen können.

Von Elinor Wenke

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