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Friedhof Ludwigsfelde soll erweitert werden

Bestattungswald gewünscht Friedhof Ludwigsfelde soll erweitert werden

Auf dem Friedhof von Ludwigsfelde wird der Platz für halbanonyme Urnengräber knapp, noch in diesem Jahr steht nicht mehr genug Fläche zur Verfügung. Zudem fragen immer mehr Leute nach einem Bestattungswald. Das sind die Gründe, weshalb die Stadt ihren Friedhof am Thyrower Weg erweitern will.

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Stadtarbeiterin Andrea Arslan auf dem Friedhof Ludwigsfelde.

Quelle: Jutta Abromeit

Ludwigsfelde. Noch in diesem Jahr gibt es auf dem Friedhof von Ludwigsfelde nicht mehr genug Platz für halbanonyme Urnengräber. Auch für andere Urnengrabarten wie Wahlstellen oder Reihengräber wird es spätestens in zwei Jahren eng. Des weiteren wünschen sich Bürger wie schon bundesweit in anderen Orten die Möglichkeit, einen Verstorbenen an einem Baum zu bestatten oder auch eine Aschestreuwiese. Aus diesen Gründen arbeitet Evelyn Stöber, die Chefin des Ludwigsfelder Kommunalservice, mit ihren Kollegen an einem Konzept zur Erweiterung des städtischen Friedhofs am Thyrower Weg.

Sozialausschuss empfiehlt Konzept

Dieses Konzept stellt Stöber in dieser Woche den Stadtverordneten vor. Die Mitglieder des Sozialausschusses bedachten ihre Präsentation mit Beifall und empfehlen das Konzept einstimmig zur Umsetzung. Am Mittwoch tagte der Bauausschuss, am Donnerstag stehen Stöber und Friedhofsverwalter Stefan Abromeit im Hauptausschuss Rede und Antwort. Sie erklären Detailprobleme, die nötigen Arbeitsschritte und den finanziellen Rahmen für das Umgestaltungskonzept. Soll es umgesetzt werden, muss auch die Friedhofssatzung geändert werden. Einen Entwurf, der die neuen Verhältnisse berücksichtigt, müssen die Stadtverordneten ebenfalls diskutieren.

Flächen bereits gekauft

Flächen für die Friedhofserweiterung hat die Stadt bereits gekauft, auch vorbereitet sind sie. Das heißt, die wuchernde Traubenkirsche wurde bereits beseitigt. Nun geht es um Details und um zum Teil langwierige Genehmigungen von übergeordneten Behörden. Dabei sei gar keine Waldumwandlung nötig, so Evelyn Stöber, obwohl das vom Landesbetrieb Forst lange gefordert worden war. Für die Stadt hätte das Kosten von 80 000 Euro bedeutet.

Strenge Vorschriften für Bestattungswald

Soll es in Ludwigsfelde den Bestattungswald geben, müssten sich Angehörige das genau überlegen, so Evelyn Stöber, denn auch dafür gebe es strenge Vorschriften. So dürfe zum Beispiel nicht mehr als eine Blume im Wald niedergelegt werden. Selbst das Bestreuen von Waldwegen mit geschreddertem Holz lasse die Forstbehörde nicht zu.

Schmucklose Bestattung

„Da bringt man zur Beisetzung gar nichts mit, man kommt mit leeren Händen?“, fragte Stadtverordnete Angelika Wodtke (Linke/Filu). Das sei das Besondere dieser inzwischen sehr gefragten Bestattungsform und würde auch streng kontrolliert, so Stöber.

Bürgermeister Andreas Igel (SPD) erklärte bei der Diskussion um die Friedhofserweiterung, dass bisherige Standards auch auf Erweiterungsflächen beibehalten werden müssten und ein ordentlicher Wirtschaftshof nötig sei.

Von Jutta Abromeit

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