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Friedhof steht jetzt unter Denkmalschutz

Ruhestätte in Luckenwalde unter der Lupe Friedhof steht jetzt unter Denkmalschutz

Der evangelische Friedhof „Vor dem Baruther Tor“ steht seit kurzem unter Denkmalschutz. Das erfuhren die etwa 40 haupt- und ehrenamtlichen Friedhofsverwalter, die am Mittwoch den ältesten Luckenwalder Friedhof besuchten.

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40 Friedhofsverwalter aus Berlin und Brandenburg inspizierten den „Baruther“ Friedhof.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Der evangelische Friedhof „Vor dem Baruther Tor“ steht seit kurzem unter Denkmalschutz. Das erfuhren die etwa 40 haupt- und ehrenamtlichen Friedhofsverwalter, die am Mittwoch den ältesten Luckenwalder Friedhof besuchten. Dieser steht in engem Kontakt mit der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg des Verbands der Friedhofsverwalter Deutschlands. „Hier gibt es ein paar Probleme, die in der Vergangenheit liegen“, berichtete der Vorsitzende der Regionalgruppe Bernd Thürling. Deshalb habe die Kirchengemeinde um Hilfe gebeten. Mit Rat und Tat machte der Verband Vorschläge zur Entwicklung des einzigen konfessionellen Friedhofs in Luckenwalde. Dazu gehören die Erweiterung der Beisetzungsformen wie Erdbeisetzung unter Bäumen und Urnengemeinschaftsanlagen, durch die zugleich historisch wertvolle Grabanlagen erhalten werden können.

Und von denen gibt es viele auf dem „Baruther“ Friedhof, die oft verwildert unter dichtem Buschwerk liegen und keinen schönen Anblick bieten. Dort ist zwar in den letzten Monaten und Jahren einiges geschehen, aber es gibt doch noch genügend „Baustellen“, die zwar denkmalwürdig sind, für die die Gemeinde aber keine Gebühren erhält, weil die Belegungszeit oft schon seit Jahren abgelaufen ist.

Dadurch, dass der Friedhof nun unter Denkmalschutz steht, wird auch nicht automatisch zusätzliches Geld fließen, zumal bei geförderten Maßnahmen auch immer noch ein erheblicher Eigenanteil aufgebracht werden muss.

Doch bei allen Problemen, die dieser einzige nicht-kommunale Friedhof in Luckenwalde hat, übt er einen besonderen Reiz aus. „Schon allein die Hauptallee ist doch ein echter Hingucker“, meint Thürling.

Die alten Bäume, Grabanlagen und Grabeinfassungen mit Zäunen und Ketten haben es wohl auch den Denkmalschützern angetan. Doch das meiste ist in einem schlechten Zustand. Und das alles wieder in Schuss zu bringen, dürfte die Gemeinde und ihre Mitarbeiter auf dem Friedhof überfordern, auch wenn sich schon viele Freiwillige gefunden haben, um in ihrer Freizeit an der Verschönerung des Friedhofs zu arbeiten.

Die besondere Schwierigkeit liegt auch darin, dass der evangelische Friedhof, auf dem auch nicht-kirchliche Menschen beerdigt werden dürfen, in gewisser Konkurrenz zu den beiden städtischen Friedhöfen steht. Und auf denen ist in letzter Zeit auch viel geschehen.

Das sei aber auch auf dem evangelischen Friedhof der Fall, wie Bernd Thürling bestätigt, der schon öfter in Luckenwalde war. Seine Kollegin Jutta Erb-Rogg, Verwalterin des Evangelischen Friedhofs Potsdam-Bornstedt, der mittlerweile sogar zum Weltkulturerbe zählt, ist ganz begeistert von der schönen Kapelle. Bei allen Problemen ist auch sie zuversichtlich: „Der Ort der letzten Heimat muss doch eine Zukunft haben.“

Von Hartmut F. Reck

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