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Teltow-Fläming Frische Geschichten von Horst Evers
Lokales Teltow-Fläming Frische Geschichten von Horst Evers
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00:26 01.03.2018
Horst Evers, gestenreich und immer saukomisch. Quelle: Gudrun Ott
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Ludwigsfelde

Eingeladen von der Brunnenbuchhandlung, gastierte der Kabarettist und Autor Horst Evers am Sonnabend im Ludwigsfelder Klubhaus. Unverkennbar tiefsinnig die Pointen, mit denen der Niedersachse sein Publikum begeisterte. Sabine Marx von der Brunnenbuchhandlung sagte: „Der Mann ist gut und ich denke, die Menschen hier haben ihn verdient.“ Rolf Perschke hatte den Comedian vor längerer Zeit im Zossener E-Werk erlebt: „Ich habe damals Tränen gelacht“, bekannte der Ludwigsfelder und kam auch am Sonnabend auf seine Kosten.

Die heiteren Seiten des Scheitern

Die Geschichten, die Horst Evers serviert, erzählen die heitere Seite des Scheiterns. Er begegnet in seinen selbstverfassten Texten den Tücken des Alltags auf eine Weise, die den Zuschauer erahnen lässt, solches könnte auch ihm zustoßen. Etwa, als er den Kater der Nachbarin, den er in ihrer Abwesenheit betreut, aus dem Fenster einem davongewehten Blatt mit PINs und Codewörter nachwirft, um Blatt und Kater von der Feuerwehr von einem Baum retten zu lassen. Weil der Kater aber in die Wohnung zurückspringt, wagt Evers seinerseits den Sprung in den Baum. Da hängt er in zehn Metern Höhe, wartet auf die Retter – und das Blatt segelt von einem Lüftchen angestoßen, auf die Erde. Wie er einen Passanten überredet, das Blatt aufzuheben und bei Evers in den Briefkasten zu stecken, der Passant als Versicherungsvertreter aber darauf besteht, dass Evers zuvor eine Versicherung abschließt, das muss man erlebt haben. Als der Gerettete schließlich wieder in der Wohnung ist, erfährt er, dass das Blatt nur zur Tarnung neben dem Computer lag, um Diebe in die Irre zu führen. Evers zog alle Register seines komödiantischen Könnens, die Zuschauer konnten sich vor Lachen kaum auf ihren Sitzen halten. Eva Lugk aus Ludwigsfelde schätzt die Mimik, die gestalteten Pausen des Kabarettisten, die das Lachen förmlich hervorbrechen lassen.

Bücher mit guter Akkulaufzeit

Horst Evers reichte nach gut zwei Stunden bester Unterhaltung noch einen Alltagstipp weiter: Die Akkulaufzeit bei Büchern sei der Hammer, sagte er. Er habe das seine tagelang offen liegenlassen, und noch immer sei alles da. Das Lesebändchen als vermeintliches Kabel hochhaltend, beteuert er, das Buch noch nie aufgeladen zu haben. „Es kostet nur 10 Euro. Nein, dafür kannst du’s nicht selber machen.“ Das Publikum ließ den Meister der Unterhaltung nicht ohne Zugabe ziehen und stand geduldig in langer Schlange am Signiertisch.

Von Gudrun Ott

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