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Teltow-Fläming Fröhdener sorgen für helleres Straßenlicht
Lokales Teltow-Fläming Fröhdener sorgen für helleres Straßenlicht
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05:20 21.06.2016
Von der Hebebühne aus montiert Hartmut Schwocht die Lampenköpfe der LED-Laternen in Fröhden. Die Freileitung soll verschwinden. Quelle: Uwe Klemens
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Fröhden

Die finsteren Tage für die Anwohner der Fröhdener Dorfstraße und der Siedlung Am Heideberg sind gezählt. Am Mittwochmorgen montierte Elektriker Hartmut Schwocht vom Jüterboger Bauhof die letzten Lampenköpfe für die zehn neuen LED-Laternen, deren Erdkabel in den nächsten Tagen ans Stromnetz angeschlossen werden sollen. Heller und trotzdem nur etwa die Hälfte an Strom verbrauchend werden sie den Fröhdenern künftig leuchten. Zehn Jahre lang haben sie auf diesen Tag gewartet.

Ortsvorsteher Siegfried Klute, der damals schon diese Funktion bekleidete, hatte damals mit Weitsicht die Chance ergriffen, die sich beim Verlegen neuer Kabel des Energieversorgers bot, und ein Windradbau-Unternehmen dazu überredet, etwa 1000 Meter Erdkabel für neue Straßenlaternen zu sponsern. „Das meiste davon haben die Anwohner in mehreren Arbeitseinsätzen selbst verbuddelt“, berichtet Klute.

Hintergrund

Immer häufiger verbinden Kommunen anstehende Reparaturen ihrer Straßenbeleuchtung mit der Umstellung auf LED-Lampen.

Beim reinen Austausch der Lampenköpfe und Leuchtmittel amortisiert sich die Umstellung aufgrund der Stromersparnis bereits nach wenigen Jahren.

Die Natriumdampflampe ist bislang die gebräuchlichste Form der Straßenbeleuchtung und gehört in die Kategorie der Metalldampflampen.

Anders als Leuchtstofflampen benötigen Natriumdampflampen keinen fluoreszierenden Leuchtstoff, verbrauchen aber im Vergleich zur LED bei gleicher Helligkeit mehr als Doppelte.

Weitere Einsatzgebiete sind die fotografische Dunkelkammer, Filmstudios, Gewächshäuser und das Theater.

Geld für neue Laternen hatten weder sie noch die Stadt, so dass die alten Natriumdampf-Hochdruckleuchten bis heute in Betrieb sind, die immer noch über Freileitungen versorgt werden. Da viele der Holzmasten inzwischen morsch sind und aus Sicherheitsgründen nicht mehr lange stehen bleiben, hat sich die Stadt nun zum Aufstellen neuer Laternen und zum schrittweisen Rückbau des Freileitungsnetzes entschlossen.

In einer Win-Win-Situation sehen sich nun sowohl die Anwohner als auch die Stadt, die an die Eigeninitiative der Fröhdener buchstäblich anknüpfen kann, ohne selbst zu investieren. Da die neuen Lampen als Ersatz für die alten Laternen gestellt werden und somit als Reparaturmaßnahme gelten, werden keine Anliegerbeiträge fällig.

Anlieger haben Löcher für Masten gegraben

Für das Aufstellen der ersten zehn Masten haben die Anlieger am Pfingstwochenende erneut zu den Spaten gegriffen und die Löcher gegraben. Das Aufstellen selbst übernahm der Bauhof. Falsch gelieferte Verbindungsteile zwischen Mast und Leuchte haben dafür gesorgt, dass die letzten LED-Köpfe nun erst jetzt montiert werden konnten.

„Diese haben einen Verbrauch von 30 Watt, was gegenüber des Verbrauchs der bisherigen 70-Watt-Lampen eine deutliche Einsparung ist“, erläutert Schwocht. „Trotzdem machen sie mehr Licht, so dass die Laternen in größerem Abstand stehen können als bisher.“ Noch unklar ist, wo die vorerst letzten zwei der zwölf Laternen stehen sollen, da man nach zehn Jahren nicht mehr weiß, wo genau die Kabel dafür liegen. „Aber das lässt sich sicher klären, wenn man in die Pläne von damals guckt, die beim Energieversorger liegen“, ist der Ortsvorsteher zuversichtlich. Bevor die jetzigen zehn Leuchten erstrahlen, muss noch ein etwa zwanzig Meter langer Anschluss zu einer der alten Lampen gelegt werden, die vorerst stehen bleiben.

„Stück für Stück sollen dann im ganzen Ort die alten Lampenköpfe gegen LEDs ausgetauscht werden, die Masten selbst aber stehen bleiben“, blickt Siegfried Klute voraus. „Geld für die ersten Lampen ist im Haushaltssicherungskonzept jedenfalls eingestellt.“

Von Uwe Klemens

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