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Front der Bürgermeister bröckelt

Großbeeren/Blankenfelde-Mahlow Front der Bürgermeister bröckelt

Im Streit zwischen Kreis und Kommunen um die Absenkung der Kreisumlage 2018 scheren zwei Bürgermeister aus der Phalanx ihrer Kollegen aus. Ortwin Baier (SPD) aus Blankenfelde-Mahlow und Carl Ahlgrimm (CDU) aus Großbeeren genügt die von der Landrätin angebotene Senkung um 0,5 Prozent statt einem ganzen Prozent.

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Bürgermeister Carl Ahlgrimm (CDU, l.) und Ortwin Baier (SPD).

Quelle: MAZ-Montage

Blankenfelde/Großbeeren. In der Diskussion um die Kreisumlage stellen sich die Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow und Großbeeren, Ortwin Baier (SPD) und Carl Ahlgrimm (CDU), gegen viele ihrer Amtskollegen aus Teltow-Fläming. Sie haben den gemeinsamen Brief an Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) nicht unterschrieben, in dem mehrere Rathaus-Chefs fordern, die Kreisumlage im kommenden Jahr auf 45 Prozent zu senken und nicht nur auf 45,5 Prozent (die MAZ berichtete).

Plus-Bus und Tagesmütter als sinnvolle Ausgaben

Projekte wie die Einführung von Plus-Bus-Verbindungen oder eine bessere Bezahlung der Tagesmütter seien wichtiger als eine niedrigere Kreisumlage. „Die Landrätin ist uns ja schon entgegen gekommen“, sagte Baier mit Blick auf die Senkung um einen halben Prozentpunkt. Damit blieben Blankenfelde-Mahlow 170 000 Euro mehr im Haushalt. „Natürlich hätten wird gerne doppelt so viel“, sagt er. Dennoch wolle man die Tagesmütter nicht im Stich lassen, deren Arbeit viele Kommunen entlastet. Baier appellierte an die Solidarität der Kommunen mit dem Landkreis: „Wir zählen alle zur kommunalen Familie.“

Entgegenkommen gefordert

Ahlgrimm verweist auf die finanzielle Situation des Kreises, der noch immer viele Schulden abzahlen muss. Vor diesem Hintergrund und den geplanten Leistungen für den Plus-Bus und die Tagesmütter sei die geforderte Absenkung um einen ganzen Prozentpunkt nicht sinnvoll. „Ich schließe mich daher auch nicht der harten Linie meiner Kollegen an“, sagt er. Er könne die Haltung seiner Amtskollegen nachvollziehen, dennoch sei es nicht an der Zeit, neue Fronten aufzumachen. Ahlgrimm weiter: „Wir müssen die Situation gemeinsam meistern, da kommt es auf ein Entgegenkommen an.“

Von Christian Zielke

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