Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Fuchsjagd in den Glauer Bergen
Lokales Teltow-Fläming Fuchsjagd in den Glauer Bergen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
04:25 24.10.2016
Rund 30 Teilnehmer auf Pferden waren bei der Hubertusjagd in Großbeuthen dabei. Quelle: Andrea von Fournier
Anzeige
Großbeuthen

„Wir freuen uns, dass Lina-Sophie den Fuchs heute selbst darstellt“. Die Ansage von Detlef Ludwig zur Begrüßung der Gäste am Samstag auf dem Großbeuthener Dorfanger eröffnete kein Theaterspektakel. Vielmehr startete der Vorsitzende des Reit-und Fahrvereins Großbeuthen (RFV) die diesjährige Fuchsjagd, auch Hubertusjagd genannt, die das Saisonende für Reiter und Fahrende markiert.

Begrüßung, Sammeln, Halali – die jagdliche Veranstaltung begleiteten Heike Arndt (r.) und Mitglieder der Bläsergruppe Kunersdorf Quelle: Von Fournier

Bei dem seit über 40 Jahren dort zelebrierten Jagdreiten werden keine Tiere erlegt. Mitglieder der Reitvereine aus der Region, Jagdpächter, Familien und Freunde sind zu Pferde und auf Kremsern auf einer markierten Strecke um die Glauer Berge unterwegs, um sich an Hindernissen sportlich zu beweisen oder nur gesellig an frischer Luft zusammen zu sein. Ein Höhepunkt der Jagd ist das Fangen eines Fuchses, der dabei nur mit einem Fuchsschwanz am Rücken des erfolgreichen Fuchsfängers des Vorjahres symbolisiert wird.

Fuchsschwanz auf der Jacke

Das war im Herbst 2015 die 19-jährige Lina-Sophie Ulmer aus Rangsdorf, die den schmucken Fuchsschwanz auf ihrer Jacke nun stolz präsentierte. Mit ihrem siebenjährigen Wallach „Jim Beam 69“ hatte sie zur Begrüßung neben dem Master des Reiterfeldes, Holger Schirrmeister, Aufstellung genommen. Detlef Ludwig freute sich besonders, Werner Sommerfeld aus Kähnsdorf als ältestem und langjährigem Teilnehmer der Großbeuthener Veranstaltung zum 80.Geburtstag gratulieren zu können.

Hintergrund

Jagdreiten ist Ausreiten in der Gruppe im Gelände ohne das Erlegen von Wild.

Der „Fuchs“ ist ein mit Fuchsschwanz markierter Reiter, entweder der erfolgreichste Jäger des Vorjahres oder derjenige, der den Fuchs im Jahr zuvor gegriffen hat.

Der Fuchsschwanz wird dem Reiter entweder von der Schulter gerissen oder, wie in Großbeuthen, auf den Boden geworfen, wo die Teilnehmer versuchen, ihn als erster aufzuheben.

Als alle Startnummern erfolgreich an den Vierbeinern befestigt waren, wobei nicht nur Cynthia Franke und Franka Hondo mit ihrer „Justina“ ihre liebe Mühe hatten, und vier Hörner der Bläser aus Kunersdorf zum Sammeln geblasen hatten, machte sich das 120 Mann starke Feld auf den Weg. Hinter Master Holger Schirrmeister begaben sich die Reiter, gefolgt von den Kremsern, von der Wiese an der Kirche auf die Dorfstraße. 30 Reiter waren in diesem Jahr dabei. Sie hatten Glück mit dem Wetter: es blieb weitgehend trocken. Die vielen Picknickkörbe in den Kremsern und die angeregten Gespräche der Sitzenden ließen bereits Vorfreude auf die kommenden Stunden ahnen. Ein Kremser aus Gadsdorf wurde übrigens von einem historischen Traktor, einer aus Gadsdorf von einer Landwirtschaftsmaschine gezogen.

Hindernisse zum Springen

In der Woche zuvor hatten die Großbeuthener begonnen, an der 20 Kilometer langen Strecke 15 Hindernisse aus Naturmaterial aufzubauen, über die gesprungen werden konnte. „Das ist nicht Pflicht, aber alle geübten Reiter absolvieren sie“, erklärte Detlef Ludwig. Der Vorstand konnte sich bei den Vorbereitungen des Parcours und des Caterings auf starke Teams um Holger Schirrmeister und Odette Haeger verlassen. Zur Halbzeit stärkten sich Reiter und Fahrer bei gemeinsamer Rast. Danach wurde der Fuchs gegriffen. Die Ludwigsfelder Reiterin Nadine Rauer bewies diesmal das größte Geschick beim Fuchsfangen.

Stolz präsentiert sich Lina-Sophie Ulmer auf „Jim Beam 69“ als Fuchs mit der Trophäe des Vorjahres Quelle: Von Fournier

Am Abend wurde beim Reiterball in Löwenbruch zünftig gefeiert und Jagdgericht gehalten, bei dem „Vergehen“ bei der Jagd mit einer Saalrunde gesühnt wurden.

Von Andrea von Fournier

Ihren Ort (noch) schöner machen und zugleich das Miteinander gestalten, wollen die Akteure des Niedergörsdorfer Oststammtischs. Erste Erfolge gibt es bereits. Die nächsten Projekte stehen vor der Tür.

27.10.2016
Kultur Jüterboger bei „The Voice of Germany“ - Georg Stengel bei „The Voice“ eine Runde weiter

Er hat es geschafft! Georg Stengel ist bei „The Voice of Germany“ eine Runde weiter. Gleich mit der ersten Strophe des Annenmaykantereit-Hits „Pocahontas“ traf er bei der Jury ins Schwarze. Zum Schluss riss er das Publikum von den Stühlen und zeigte eine kleine Tanzeinlage.

24.10.2016

Im zweiten Anlauf hat es geklappt – am Sonntag ist Georg Stengel aus Jüterbog (Teltow-Fläming) bei „The Voice of Germany“ aufgetreten. 2015 scheiterte er noch knapp. Er konnte seine zwei Wunsch-Juroren überzeugen.

23.10.2016
Anzeige