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Führungswechsel bei FMK

Matthias Kirchner führt seit Jahresbeginn das von Thomas Kindt gegründete Unternehmen FMK Feinwerkmechanik in Kloster Zinna weiter Führungswechsel bei FMK

Es ist noch kein kompletter Ruhestand, den sich Thomas Kindt (63) ausgesucht hat. Seit Jahresbeginn arbeitet er in Ruhe und ohne Verantwortung für die Geschäftszahlen in „seinem“ Unternehmen in Kloster Zinna mit.

KLOSTER ZINNA. . Denn aus der FMK Feinwerkmechanik Kindt wurde zum 1. Januar die FMK Feinwerkmechanik Kirchner GmbH.

Dass die Anfangsbuchstaben des alten und neuen Gesellschafters übereinstimmen, war für die Übernahme keine Bedingung, erleichtert aber die Kommunikation mit den Kunden. Auch dass der neue Inhaber Matthias Kirchner ausgerechnet Kindts Schwiegersohn ist, war vor gut zwei Jahren nicht abzusehen. Seit damals trug sich Thomas Kindt mit dem Gedanken, seine 1999 gegründete Firma abzugeben.

Was er einst in seiner Hobbywerkstatt allein begann, im Jahr 2004 in die ehemalige Plüschweberei in der Mühlenstraße verlegte und 2009 mit zwei CNC-Bearbeitungszentren auf den neuesten Stand der Technik brachte, ist inzwischen zu einem florierenden Handwerksbetrieb mit fast 20 Beschäftigten gewachsen. Damit ist er heute der größte Arbeitgeber im Ort. Schwerpunkt ist die mechanische Bearbeitung von Metallteilen verschiedenster Art, vom konventionellen Drehen über das CNC-Fräsen bis zum Schweißen sind alle Arbeitsgänge im Portfolio.

Doch die Übergabe lief nicht so reibungslos wie geplant. Die zwei ersten Versuche scheiterten an persönlichen Problemen. Generell ist die Suche nach Nachfolgern sehr schwierig, berichtet Andreas Meyer von der Handwerkskammer Potsdam, der den Übergang fachlich begleitet hat. Mit Unterstützung des Förderprogramms für die Unternehmensnachfolge „Nachfolge-Navigator“ vermittelte er die zur Firma passenden Berater, die noch heute für FMK tätig sind.

Das dritte Angebot zur Übernahme kam Ende 2010 nach reiflicher Überlegung in der Familie von Matthias Kirchner. Seine Frau Annett freut sich, dass das Lebenswerk ihres Vaters nun solide weitergeführt wird. Sie gab ihre Anstellung auf und arbeitet nun im Büro des Unternehmens, so wie es zuvor ihre Mutter getan hat.

Matthias Kirchner ist gelernter Elektromonteur und war seit 1990 für verschiedene Handwerksbetriebe auf Baustellen unterwegs. Als leitender Monteur hatte er bis zu 25 Mitarbeiter sowie die gesamte Logistik in Verantwortung – Führungsaufgaben sind ihm nicht fremd. Binnen zwei Jahren wuchs er in die Unternehmensleitung buchstäblich hinein. Er arbeitete in der Werkstatt und im Büro mit, fuchste sich in die CAD-Programme ein und lernte die Mitarbeiter persönlich kennen. Mit Thomas Kindt traf er die Entscheidung, im Dezember 2012 über 200 000 Euro in eine neue CNC-Drehmaschine mit Stangenzuführung zu investieren.

Der ehemalige und der neue Firmenchef sind mit dem Verlauf der Betriebsübernahme zufrieden. Mit der Weiterführung des Unternehmens werden alle Arbeitsplätze gesichert. Ein junger Mitarbeiter wird zudem im Fernstudium zum Handwerksmeister ausgebildet, sodass auch der Eintrag des Betriebes in der Handwerksrolle Bestand haben wird. (Von Gerald Bornschein)

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