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Fünf vor zwölf beim BER-Volksbegehren

Streit um dritte Startbahn Fünf vor zwölf beim BER-Volksbegehren

In Blankenfelde-Mahlow werden alle Kräfte für den Endspurt mobilisiert: Nur noch bis Donnerstag sind Unterschriften zum Volksbegehren gegen die dritte BER-Startbahn zulässig. Große Sorgen machen den Initiatoren des Begehrens die rund 1 000 Briefwahlunterlagen, die bisher noch nicht zurückgeschickt wurden.

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Bernd Otto mit seinem Lärmwehr-Bus in Mahlow: Sigrid Zentgraf-Gerlach, Angelika Bläschke und Wilfried Gerlach (v.r.).

Quelle: Andrea von Fournier

Mahlow. „Schade, dann müssen wir noch mal in unser Rathaus gehen“, meinte ein Rangsdorfer Paar enttäuscht, als es am Samstag den roten Kleinbus vor einem Mahlower Baumarkt verließ. Nun wissen die beiden, dass sie sich beeilen müssen: Nur noch bis Donnerstag dieser Woche sind Unterschriften zum Volksbegehren gegen die dritte BER-Startbahn zulässig. Dann müssen 80 000 Unterschriften zusammengekommen sein.

Initiatoren und Unterstützer des Begehrens schätzten, dass bis Freitag zwei Drittel der nötigen Stimmen abgegeben worden waren. Deshalb stand das Wochenende in der Region im Zeichen des Endspurts beim Mobilisieren der Bürger zum Unterschreiben. Vor dem Rangsdorfer Rathaus traf man ebenso wie in Blankenfelde und Mahlow Vertreter von Bürgerinitiativen. Am Vormittag wurde rund um die Blankenfelder Bibliothek und den Einkaufsmarkt daneben geworben. Der Vorteil: Interessenten konnten sofort in einem Bereich der Bibliothek die Stimme abgeben. Das wurde fast 50-mal genutzt, am Standort Mahlow 17-mal. Sätze wie „Ich wollte schon lange kommen!“ waren bei vielen zu hören.

Sorgen machen Alexander Fröhlich von der Gemeindeverwaltung die rund 1000 Briefwahlunterlagen, die noch nicht zurückgeschickt wurden. Er appelliert an die Bürger, diese sofort in den Briefkasten zu stecken oder besser noch persönlich abzugeben. Denn auch hier gilt Donnerstagnachmittag als letzter Termin. Bisher haben 5300 Blankenfelder und damit ein Viertel der Stimmberechtigten das Begehren unterstützt. Fröhlich weist darauf hin, dass 2013 über 10 000 Unterschriften für die Ausweitung des Nachtflugverbots geleistet wurden.

Dass die Hürden für ein Volksbegehren in Brandenburg besonders hoch sind und Helfer und Unterstützer nicht wie anderswo mit Listen sammeln können, bedauern auch die Mitstreiter der Bürgerinitiative Mahlower Schriftstellerviertel. So konnten sie mit Bernd Otto von der Lärmwehr Lichtenrade in Mahlow und Dahlewitz den Endspurt nur lautstark ankündigen und in Gesprächen noch einmal aufklären.

Im roten T4-Reisemobil von Bernd Otto hielt Angelika Bläschke, Mahlower Mitinitiatorin des Volksbegehrens, einen Radiorekorder auf den Knien. Von hier aus wurde die Botschaft über den Verstärker im Innenraum des Busses zu den großen Lautsprechern im Anhänger gesendet: Nach einem Fanfarensignal war Alexander Fröhlichs Erinnerung an die Stimmabgabe zu hören. Wo der Bus anhielt, sammelten sich Neugierige. Sigrid Zentgraf-Gerlach und Ehemann Wilfried verteilten Flyer.

Von Andrea von Fournier

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