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Teltow-Fläming Fünffacher Nachwuchs bei Turmfalken
Lokales Teltow-Fläming Fünffacher Nachwuchs bei Turmfalken
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17:42 28.06.2018
Der Turmfalke in Dahme hat in diesem Jahr fünffachen Nachwuchs. Quelle: Carsten Rostalsky
Dahme

Familienzuwachs gibt es im Turm der Dahmer Marienkirche. Dort hatte sich über die Wintermonate wieder ein Turmfalkenpaar eingenistet. Dieses freute sich Anfang Juni über fünf Küken. Inzwischen kann man sie manchmal von außen sehen.

Rasantes Wachstum

Sie wachsen rasant. Am Dienstag verließen sie erstmals zusammen mit ihren Eltern das Nest. „Mutter Natur ist hier mit einem riesigen Tempo unterwegs“, berichtet Pfarrer Carsten Rostalsky. Vom obersten Fenster seines Pfarrhauses behält er die Vögel stets im Auge: „Im vergangenen Jahr wurden drei Jungen ausgebrütet, dieses Jahr sind es schon fünf. Das freut uns sehr. Auch die Kirchenbesucher sind von unseren besonderen Gästen begeistert!“

Eine geschützte Art

Die gerade einmal 3-4 Wochen alten Turmfalken-Jungen machen es sich auf dem Sims des Kirchturms bequem. Quelle: Carsten Rostalsky

Vier bis sechs Eier legen Turmfalken-Weibchen zwischen Mitte April und Mitte Mai in kleine Mulden oder Nester in bevorzugt luftiger Höhe ab, danach wird einen Monat lang gebrütet, berichtet der Naturschutzbund Deutschland über die geschützte Tierart. Die Jungtiere verlassen üblicherweise nach vier Wochen ihr Nest, danach werden sie weitere vier Wochen lang gefüttert. Nach einem Jahr sind die Tiere geschlechtsreif. Sie bleiben oft ein Leben lang mit demselben Partner zusammen.

Rund 2600 Paare in Brandenburg

Der 35 Zentimeter große Turmfalke ist ein häufig gesehener Gast in deutschen Kirchtürmen, Scheunen, an Waldrändern und Straßenböschungen, 2600 Paare leben aktuell im Land Brandenburg. In ganz Deutschland sind es rund 50.000 Brutpaare. Der Turmfalke ist die häufigste Falkenart in Europa, jedoch geht der Bestand wie bei vielen anderen Arten langsam zurück.

„Aus dem Nest gefallene Jungen nicht mit nach Hause nehmen“

„Hierzulande gibt es in beinahe jeder alten Dorfkirche Turmfalken, viele Kirchen bieten dafür entsprechende Nistkästen an. Man sieht die Vögel ganzjährig, fast immer brütet ein Paar an derselben Niststelle“, sagt der Rohrbecker Ornithologe Helmut Brücher. Er rät: „Falls man einmal ein Junges sieht, das aufgrund eines ungünstig gelegenen Nistplatzes auf den Boden gefallen ist, sollte man dieses in direkter Nähe des Fundortes auf einen erhöhten Platz legen.“ Es werde dort von seinen Eltern gefüttert und könne meist nach wenigen Tagen wegfliegen. Auf keinen Fall sollte man Jungvögel mit nach Hause nehmen.

So sehen die Eier des Turmfalken aus Quelle: NABU/Britta Raabe

Von Katja Schubert

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