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Teltow-Fläming Die Fußballweltmeister aus der Schule
Lokales Teltow-Fläming Die Fußballweltmeister aus der Schule
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14:21 28.03.2014
Heute Nachmittag entscheidet sich in der Dahlewitzer Turnhalle, wer Schul-Weltmeister wird. Quelle: Christian Zielke
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Dahlewitz

Das erste WM-Tor ist eine ziemliche Gurke. Mit halber Kraft kullert der Ball ins Netz. 1:0 für Brasilien. Der kroatische Torwart machte während des Tors keine glückliche Figur und unmittelbar danach auch nicht. 1:1 steht es am Ende. Der Jubel auf den Zuschauerrängen der Dahlewitzer Turnhalle reißt trotzdem nicht ab.

Schon am Mittwochabend war die Stimmung bombastisch. Mit einer zweistündigen Feier wurde die Fußball-Weltmeisterschaft der Schulen eröffnet. Tanz, Musik und Show schufen eine Samba-Stimmung wie im WM-Land Brasilien. Noch bis Freitagnachmittag heißt die Dahlewitzer Turnhalle WM-Arena. Mehr als 130 Schüler aus ganz Deutschland spielen in 32Mannschaften gegeneinander. Die Regeln sind wie bei der großen WM, die im Juni beginnt. Wer die Vorrunde übersteht, muss sich in den Finalspielen durchkämpfen. Am Freitagnachmittag steht der neue Weltmeister fest.

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Was 2006 als Schulveranstaltung begann, ist mittlerweile ein landesweit beachtetes Ereignis. Fernsehteams berichten, Politiker lassen sich blicken oder senden Grußworte. Und sogar echte Sportlegenden wie der DDR-WM-Torwart von 1974, Jürgen Croy, sind vor Ort. Dass die Schul-WM einmal so groß wird, habe man 2006 nicht absehen können, sagt Matthias Stiller. Zwei Jahre Vorbereitung liegen hinter dem Sportlehrer. Alle 16 Bundesländer hat er bereist, ist regelrecht Klinken putzen gegangen. „Es ist gar nicht so einfach, die anderen Schulen zu überzeugen“, sagt er. Die Internetseiten der Schulen sind seine ersten Anlaufpunkte. Wenn eine Schule sich für Sport begeistert, nimmt er Kontakt auf. Vor Ort hat er den Werbefilm für die Schul-WM dabei. „Das zieht bei vielen“, sagt Stiller. Mit einigen Schulen arbeite man von Anfang an zusammen. „Es steht und fällt mit den Sportlehrern und Sozialarbeitern“, sagt er. Auch die eigenen Schüler zu motivieren sei nicht immer einfach, sagt Birgit Starke, die Schulsozialarbeiterin der Tschäpe-Oberschule. „Man muss dafür brennen.“ Möglichst jeder soll eine Aufgabe haben. Die einen sorgen für die Sicherheit, die anderen führen die Rezeption an dem aus mehreren Klassenzimmern bestehenden Hotel für die Gastmannschaften. Sogar eine Online-Redaktion gibt es. Per Whats-App-Nachricht halten Reporter die Schreiber im Computerkabinett über Tore und Fouls auf dem Laufenden.

„Die Stimmung ist super“, sagt Sportlehrer Sebastian Wenzlaff aus Greifswald. Sein Team tritt in den Trikots der Mexikaner an. Groß überreden musste er die Mannschaft nicht. „Als sie das Werbevideo gesehen haben, waren sie sofort richtig heiß“, sagt Wenzlaff. Vincent Löwe genießt die Atmosphäre in Dahlewitz. Der 17-Jährige hat zwei Tore für Mexiko geschossen und hofft die Vorrunde zu überstehen. „Die Finalrunde wäre schon gut“.

Von Christian Zielke

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