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Fußballrasen gleicht einer Löcherpiste

Kloster Zinna Fußballrasen gleicht einer Löcherpiste

Vor allem auswärtige Fußballkicker wundern sich immer wieder, dass man auf dem Klosteraner Sportplatz überhaupt noch spielen kann. Gemeinsam wollen Sportler und Stadt nun das Übel beseitigen.

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Vorsicht Stolperfalle! Wer in Kloster Zinna kickt, muss aufpassen, dass er nicht knickt.

Quelle: Uwe Klemens

Kloster Zinna. Der Fußballplatz hinter der Klosteraner Sandgarten-Siedlung wird der Bezeichnung seiner Lage nur zum Teil gerecht. Denn das nur spärlich sprießende Grün gibt den Blick frei auf eine endlose Zahl von Löchern, die eher an einen Golf- als an einen Fußballplatz erinnern.

Auf der jüngsten Jüterboger Stadtverordnetenversammlung machte Abgeordneter Philip Petzhold (Die Linke) auf diesen Mißstand aufmerksam und bat Bürgermeister Arne Raue (parteilos) um Unterstützung. „Vielleicht kann uns die Stadt kurzfristig kostenlos Kompost zur Verfügung stellen, damit wir die Löcher auffüllen können“, schlug Philip Petzhold vor und bekam die Zusage für eine rasche Lösung.

Bereits wenige Tage danach waren Mitarbeiter des Bauhofes vor Ort, um sich ein genaueres Bild des Fußballplatzes zu verschaffen, freut sich der Petzhold, der aus dem Ort stammt und auch selbst zu den Kickern des Sportvereins Einheit Kloster Zinna gehört, die hier regelmäßig trainieren.

Wenig Anlass zur Freude

Doch das Ergebnis der Begehung gibt weniger Anlass zur Freude, wie Vereinsmannschaftsbetreuer Maiko Schramm und Jugendtrainer Christian Melchert berichten. „Am Wochenende wollten wir einen Arbeitseinsatz starten und mit dem versprochenen Kompost die Löcher füllen“, erläutert Schramm. „Aber der Kompost wäre mit allermöglichem Dreck und Schotter verunreinigt gewesen und hätte von uns erst gesiebt werden müssen. Bei ein bis zwei Lkw-Ladungen, die wir schätzungsweise benötigen um den ganzen Platz in einen ordentlichen Zustand zu versetzen, hätten wir das unmöglich per Hand bewältigen können.“

Dennoch ist man im Sportverein optimistisch, dass die Löcherpiste irgendwann verschwinden wird. „Seitens der Stadt wurde in Aussicht gestellt, dass man sich im kommenden Jahr um unseren Platz kümmern will“, freut sich Maiko Schramm über die ausgestreckte Hand. Die Hoffnung der Spieler ist, dass dies dann rechtzeitig vor der Sommerpause geschieht, damit der frisch angesäte bis zum Saisonauftakt Zeit zum Wachsen hat, um dem Ansturm hinterher gewachsen zu sein. Das eine Jahr werde man nun auch noch durchhalten, so der Jugendtrainer.

Seit Jahren Dauerthema

Denn der Kampf mit den schlechten Trainingsbedingungen ist für die Klosteraner Fußballer schon seit Jahren ein Dauerthema. „Früher war hier einfach nur Acker, auf dem planiert wurde und Rasen ausgesät“, sagt Schramm. Sobald es trocken wird, dauert es nicht lange, bis der spärlich wachsende Rasen buchstäblich verbrennt.

Ohne dessen Wuzelwerk braucht es nur wenige Trainingsstunden, bis sich die ersten Löcher in den sandigen Boden gegraben haben. „Für die Spieler bedeutet das eine große Unfallgefahr, da man in den Löchern schnell mal umknickt“, wie Trainer und Mannschaftswart erläutern.

Am meisten bewusst, wie schlecht ihr Platz wirklich ist, wird es ihnen immer dann, wenn andere Mannschaften zum Turnier anreisen und kopfschüttelnd die Klosteraner Löcherpiste beäugen.

Freiwillige Arbeitseinsätze

Noch schlimmer wäre es, wenn die Fußballfreunde sich nicht selbst mühen würden, den jetzigen Zustand wenigstens zu halten. Ein bis zwei Mal im Jahr treffen sich die Spieler und Angehörige zum Arbeitseinsatz, bei dem auch regelmäßig die größten Löcher gestopft werden. Dann hängt Sebastian Poreba aus Jüterbog die große Walze an seinen Hänger um den Platz zu ebnen, freut sich Maiko Schramm über die Hilfe. Den härtesten Job hat in diesen Tagen Jörg Falkenstein, der in der Nachbarschaft wohnt und alle zwei Stunden kommt, um den Rasensprenger weiterzurücken.

Von Uwe Klemens

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