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Fußballturnier mit Toren und Toleranz

Jüterbog Fußballturnier mit Toren und Toleranz

Sport kennt keine Grenzen, Hautfarben oder Sprachen. Weltweit begegnen sich Fußballer aus allen Ländern deshalb ohne Vorbehalte auf dem Bolzplatz. Auch in Jüterbog existiert seit sechs Jahren ein Turnier, bei dem Nazis und verfassungsfeindliche Menschen keine Spielberechtigung erhalten. Die Teilnehmer bei der siebten Auflage am Samstag setzten erneut Zeichen.

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Kicken beim Toleranz-Turnier in Jüterbog.

Quelle: Victoria Barnack

Jüterbog. Zum siebten Mal veranstalteten die Jusos Teltow-Fläming, die Jugendorganisation der SPD, am Samstag ihr Toleranz-Fußballturnier in Jüterbog. „Wir setzen ein starkes Zeichen gegen Rassismus und für Toleranz in unserer Region“, sagte Schirmherr und Landtagsabgeordneter Erik Stohn (SPD). Er kickte in einem Jusos-Team wie in früheren Jahren mit. Den Titel machten aber andere Mannschaften unter sich aus.

Mehr Mannschaften als je zuvor

Gespielt wurde in einem Streetsoccer-Court, einem Kleinfeld-Käfig für den Straßenfußball, am Jugendclub Jüterbog II. Wenn die Teilnehmerzahl 2017 so zunimmt wie bisher, muss eventuell sogar ein zweites Feld von den Jusos organisiert werden. „In diesem Jahr hatten wir so viele Mannschaften wie noch nie zuvor“, sagte Stohn. Von 19 angemeldeten Teams erschienen 14 pünktlich zum Anpfiff um 11 Uhr. Damit nahmen fast 100 Kinder und Erwachsene teil.

Pokale für Erfolg und Fairness

Gespielt wurde im Modus „jeder gegen jeden“. Pokale gab es am Ende allerdings nicht nur für die erfolgreichste Bolztruppe, den besten Spieler und die beste Spielerin. Gewetteifert wird alljährlich auch um den Fairness-Pokal. Für ihn wurde ein spezielles Punktesystem entwickelt. Faire Rückpässe und Entschuldigungen wirken sich dabei positiv auf die Wertung aus. Fouls oder Beleidigungen führen zu Minuspunkten. „Die Katastrophe dabei ist natürlich ein Platzverweis“, erklärte Stohn. Den Sonderpreis bekam das Team des Goethe-Schiller-Gymnasiums Jüterbog.

Refugee-Team holt den Gesamtsieg

Das Turnier soll auch zur Integration der Geflüchteten beitragen, so der Schirmherr – mit Erfolg: 2016 nahmen mehr Flüchtlingsteams als je zuvor teil. „Die unbegleiteten Jugendlichen aus den Heimen in Jüterbog und Luckenwalde haben jeweils zwei Mannschaften angemeldet“, berichtete Stohn. Am Ende holte sich sogar das Flüchtlingsteam aus der Luckenwalder Mauerstraße den Gesamtsieg vor den Zöllbies aus Zellendorf.

Von Victoria Barnack

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