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Teltow-Fläming „Gänsehaut pur“: Der IFA-Schirmherr erzählt
Lokales Teltow-Fläming „Gänsehaut pur“: Der IFA-Schirmherr erzählt
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00:18 02.06.2017
Mit diesem Allrad-W50 (Baujahr 1970) fuhr Gerald Fritsche an der Spitze des 56-Fahrzeuge-Konvois. Quelle: Foto: Abromeit
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Ludwigsfelde

Das 4. IFA-Treffen „Laster und Leute“ in Ludwigsfelde ist Geschichte. Was Schirmherr Gerald Fritsche   – selbst Ex-Autobauer und unter anderem Geschäftsführer des IFA-Ersatzteilhandels – nach dem Wochenende bilanziert, erzählt er im MAZ-Gespräch.

Sie waren nicht nur Schirmherr, sondern mit Museumsleiterin Ines Krause und dem Verein Freunde der Industriegeschichte auch Mitorganisator dieses Vier-Tage-Events – sind sie zufrieden mit der Resonanz?

Rundrum! Es gab so viel Begeisterung, auf der Festwiese, bei den Teilnehmern, den Ludwigsfeldern am Straßenrand und selbst bei uns Organisatoren. Wir hatten mit dem erstmaligen Konvoi durch die Stadt eine tolle Premiere, außerdem mit den Fachvorträgen, der Ausfahrt nach Horstwalde und den vielen Diesel-Gesprächen, für die ja dieses Jahr mit Himmelfahrt ein Tag mehr Zeit war, viele Höhepunkte.

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Vier Tage lang ein volles Lkw-Programm erlebten Teilnehmer, Besucher und Veranstalter beim diesjährigen IFA-Nutzfahrzeugtreffen in Ludwigsfelde. Erstmals starteten W50 und L60, die von 1965 bis 1990 produzierten legendären Laster aus Ludwigsfelde, zu einem Korso durch die Ortsteile der Auto-verrückten Stadt.

Was hat am meisten Spaß gemacht?

Das ist schwer. In Horstwalde auf dem Testgelände hatten wir einen Parcours, der war schwerer als in vergangenen Jahren und brachte die Fahrzeuge an ihre Grenzen. Die älteren Fahrer kennen ihre W50, aber von den jüngeren hat sich mancher die Zähne ausgebissen, weil er sein Fahrzeug noch nicht so lange hat. In der Summe hat das ganze Treffen Spaß gemacht, auch wenn es stressig ist und man mental immer präsent sein muss.

Verbringen Sie eigentlich mehr Zeit mit Fahrzeugen oder mit Ihrer Frau?

Erstens habe ich ja mein Hobby zu meinem Beruf gemacht. Und zweitens hat meine Frau Sabine mich so geheiratet, sie kennt das also. Und außerdem sind wir gemeinsam mit unserem Motorrad unterwegs, so dass sich das gar nicht trennen lässt.

Über welche Reaktionen haben Sie sich gefreut oder auch geärgert?

Gefreut natürlich über die Begeisterung während des gesamten Korsos durch die Stadt und die Ortsteile, das war schon Gänsehaut pur. Nur durch Schiaß und Mietgendorf konnten wir nicht fahren, weil es dort keine Wendemöglichkeit für so viele Lkws gibt. Geärgert? Über einen Gast der meinte, 30 Euro Standgebühr wären zu viel. Ich kann nur sagen, im Gegensatz zu anderen Treffen mit 85 Euro pro Person sind wir unheimlich sozial. Dieser Preis funktioniert nur, weil wir so viel Unterstützung in der Stadt haben.

Wie bekommt man die Firmen, Vereinsarbeit, Familie und die Mitorganisation einer solchen Veranstaltung unter einen Hut?

Wenn die 24 Stunden eines Tages nicht reichen, nehmen wir die Nacht dazu. Im Ernst: Das funktioniert nur mit einem traumhaften Team in der Firma, wo der Geschäftspartner an solchen Tagen die Fäden allein in der Hand hat, und mit reichlich Unterstützung von Frau und Kindern. Ewig geht das sicher nicht, aber noch sind wir jung und können einiges für, mit und in Ludwigsfelde möglich machen.

Wobei war Ihnen die Idee zu einem Lkw-Korso gekommen?

Die Idee ist so alt wie diese Treffen. Wir sind ja selbst auch bei Moped- oder Motorrad-Treffen, wo solche Ausfahrten einfach dazugehören. Nur sind eben unsere Trucks ein wenig größer.

Deshalb hatte Museumsleiterin Ines Krause ja auch arge Bauchschmerzen. Wie hatten Sie sie umgestimmt?

Gar nicht. Wir haben das einfach im Team und mit der Stadt und der Polizei besprochen, ob das vertretbar und machbar ist. Und wie erlebt – das war es. Nach einer Stunde und 50 Minuten waren wir pünktlich wieder auf der Festwiese, alle waren begeistert und Ines Krause unendlich erleichtert.

Warum sollte es für Sie an der Korso-Spitze ein Schneepflug sein?

Reiner Zufall. Ein guter Kunde hatte uns das Fahrzeug angeboten, der Schneepflug war im Winter noch im Einsatz. An diesem traumhaften Auto konnte ich nicht vorbei, wir haben es gekauft.

Gibt es noch was, was Ihnen gefehlt hat beziehungsweise was Sie sich fürs 5. IFA-Treffen aufheben?

Ja natürlich. Doch verstehen Sie bitte – das soll noch Überraschung bleiben. Die Jungs auf dem Platz sagen zwar, wir sollen das Treffen nicht jedes Mal noch toppen, es ist so in Ordnung. Aber wir sind ja ehrgeizig. Was wir merken: Das Programm kann noch ein bisschen mehr auf die Ludwigsfelder zugeschnitten sein, damit sich Einwohner und Trucker einfacher begegnen können.

Sind Sie bei den alle zwei Jahre stattfinden Rollertreffen zwischen den Lkw-Treffs auch dabei?

Nein, definitiv nicht. Ein Roller „Berlin“ war zwar mein erstes motorisiertes Fahrzeug, mit dem ich viele, viele Kilometer gefahren bin und das ich nach der Wende leider, leider verkauft habe. Aber Schuster bleib bei deinen Leisten. Am 30. Mai 2019 gibt’s das neue Laster-Treffen.

Von Jutta Abromeit

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