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Teltow-Fläming „Gänseheide“ hat ausgedient
Lokales Teltow-Fläming „Gänseheide“ hat ausgedient
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20:57 18.03.2013
LUDWIGSFELDE

. Die Station Genshagener Heide wird abgerissen. Eis und Schnee tun den Arbeiten keinen Abbruch, am 23. März frühmorgens werden die gleisüberspannenden Teile der Fußgängerbrücke dem Bahnhof entschweben. Zurzeit reißen zwei Firmen Brücke, Beleuchtung, Bahnsteig und Wartehäuschen ab. „Nach Ostern sehen Sie nicht mehr, dass hier mal ein Bahnhof war“, sagt Polier Roland Schön, „alles wird komplett zurückgebaut.“

Von Genshagener Heide aus starteten bis zur deutschen Wiedervereinigung Ludwigsfelder, Teltower und Großbeerener auf Gleisen in die begrenzte Welt. Sattsam in Erinnerung bleibt Nicht-Ludwigsfelder Autowerkern der Betriebszugang direkt vom Bahnsteig aus. Und allen, die auf diesen Bus-Bahn-Umsteigepunkt in der „Gänseheide“ zwischen Rieselfeldern angewiesen waren: Hetzerei über steile Brückentreppen oder endloses Warten, wenn wieder einer der Zubringerbusse gerade weg war und der nächste erst in einer Stunde fuhr.

Der Personenverkehr am Bahnhof Genshagener Heide war 1952 aufgenommen worden. Mit dem Mauerbau 1961 wuchs die Bedeutung des Bahnhofs enorm. Der südliche Außenring, an dem er lag, stellte die einzige Bahnverbindung zwischen Potsdam und Ost-Berlin dar. Die sogenannten Sputniks verkehrten zwischen Berlin-Karlshorst und Werder, später wurde die Verbindung bis Brandenburg/Havel verlängert.

Seit Dezember 2012 ist der Bahnhof stillgelegt, der neue Haltepunkt Struveshof zwei Kilometer südwestlich in Betrieb. „Nicht mehr benötigte Anlagen baut die Deutsche Bahn zurück“, sagt Gisbert Gahler, Sprecher des DB-Regionalbüros Berlin. Das sei wegen der Verkehrssicherungspflicht des Eigentümers nötig, damit niemand auf unbeaufsichtigten Anlagen zu Schaden komme, und aus finanztechnischen Gründen. „Ein Eigentümer muss seine Anlagen unterhalten. Das heißt, in Bilanzen erscheint abzuschreibendes Vermögen. Was nicht mehr gebraucht wird, werde also abgerissen“, erklärt Gahler. Das Bahnhofsgebäude am Rande des großen Asphaltplatzes bleibt stehen, es wurde Ende vergangenen Jahres versteigert.

Noch immer zieren die Buchstaben „Genshagener Heide“ seine Straßenfront. In den Unterlagen des Berliner Auktionshauses Karhausen stand übrigens zu dem eingeschossigen, unterkellerten und mit Öfen beheizten Massivhaus mit Gitterfenstern: „Baujahr unbekannt“ und „Hinweis: Bahnstrecke aktiv“. Das Mindestgebot für das gesamte Grundstück lag bei 1500 Euro, ersteigert wurde es für 11 500 Euro. (Von Jutta Abromeit

und Stephan Laude)

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