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Ganzkörpertaufe im Badesee

Jüterbog Ganzkörpertaufe im Badesee

Eine spektakuläre Taufaktion veranstalteten am Sonntag die Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Sankt Nikolai Jüterbog. Im Badesee von Dixförda, einem Stadtteil von Jessen, tauften sie vier Bewerber, darunter ein Jugendlicher, der aus dem Iran fliehen musste.

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Die Jüterboger Pfarrerinnen Ramona Rohnstock (l.) und Mechthild Falk führten ihre Schützlinge zur Taufe im Badesee.

Quelle: H.-Dieter Kunze

Dixförda. „Das ist die spektakuläre Art einer Taufe“, so bezeichnete Jüterbogs Pfarrer Bernhard Gutsche das, was sich am und im Badesee Dixförda, einem Stadtteil von Jessen in Sachsen-Anhalt, am Sonntag abspielte. Drei Taufanwärterinnen und ein junger Mann bekannten sich zum christlich-evangelischen Glauben. Paten, Verwandte und Freunde wohnten der Zeremonie bei, ebenso Badegäste.

Alles stimmte, die Gäste waren froh gelaunt, das Wetter war sommerlich und die Kulisse, bestehend aus Wasser, Sandstrand, Schilf, Wald und Kiesabbaugeräten, war ungewöhnlich. Ein kleiner Altar fehlte auch nicht und der Kreiskantor Peter-Michael Seifried hatte sein Keyboard im Sand aufgestellt. Er spielte in luftiger Sommerkleidung.

Die Idee zu dieser Seetaufe hatte Ramona Rohnstock, Pfarrerin und Jugendarbeiterin in der evangelischen Kirchengemeinde Sankt Nikolai Jüterbog und in Kloster Zinna. Toll fanden das auch Pfarrerin Mechthild Falk und Pfarrer Bernhard Gutsche. Sie agierten nicht nur als christliche Würdenträger, sondern auch als Schauspieler bei der biblischen Geschichte von einer Reise nach Jerusalem.

Taufanwärter, Paten und Freunde vor dem Glaubensbekenntnis

Taufanwärter, Paten und Freunde vor dem Glaubensbekenntnis.

Quelle: Kunze

Im Mittelpunkt der zwei Stunden dauernden Zeremonie standen Angela Preuß und ihre Tochter Sophie sowie die Jugendlichen Ramona und Iman. Sie alle leben in Jüterbog. Iman erst seit einem Jahr, er musste aus dem Iran, seiner Heimat, fliehen, weil er als Andersgläubiger verfolgt wurde. Sich als Christ zu bekennen, ist dort verboten. In seiner Begleitung waren Freunde, ebenfalls Flüchtlinge und Christen aus dem Iran.

Die Einstimmung auf den eigentlichen Taufakt verlief in lockerer Atmosphäre mit gemeinsamen Gesängen und eben der besagten Geschichte. Das Publikum wurde mit einbezogen, alle hatten viel Spaß, als sie als Pferde, Wälder, Wüste, Räuber, Frauen oder Männer akustisch agierten.

Vor der Taufe versammelten sich die Anwärter, Paten und Gäste am Ufer. Mechthild Falk und Ramona Rohnstock begleiteten in ihren weißen Talaren jeden Täufling bis zur Hüfte in das klare Wasser des Badesees. Dann hieß es für die Hauptpersonen kurz Luft anhalten, ab- und schnell wieder auftauchen. Symbolisch erhielten alle als nun Zugehörige zur Weltchristengemeinde das Kreuz auf die Stirn gezeichnet. Am Ufer erhielt jeder seinen Taufspruch und eine Taufkerze. Nach dem gesungenen „Vater unser“ wurde in lockerer Runde und trockener Bekleidung im Schatten ausgelassen gefeiert, diskutiert und ausgiebig gespeist.

Von H.-Dieter Kunze

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