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Teltow-Fläming Garde und Kusswalzer
Lokales Teltow-Fläming Garde und Kusswalzer
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00:28 19.11.2015
Auftritt der „Nutheperlen“ in neuen Gardeanzügen. Quelle: Katja Schubert
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Woltersdorf

Zur offiziellen Eröffnung der närrischen Saison in der Woltersdorfer Walkmühle am Samstag erschienen dieses Jahr wieder Narren mehrerer Generationen, um bei den „Urstromtalern“ in die fünfte Jahreszeit zu feiern. Mehr als 80 geladene Gäste kamen teilweise verkleidet, um die ausverkaufte 22. Session des Karnevalsvereins mitzuerleben.

„Volles Haus!“ sagte Vorsitzender Ingo Drewes sichtlich stolz. Tatsächlich platzte die Veranstaltung aus allen Nähten. Selbst aus Sperenberg, Ludwigsfelde und anderen Orten kamen Familien, Vereinsfreunde und auch ein paar neue Gesichter zum jährlichen Vereinsfest. Mit dem Motto „Wir haben keinen Plan, sind trotzdem voller Elan!“ zielten die „Urstromtaler“ nicht nur auf ihre Planlosigkeit beim Finden des Slogans ab, sondern auch auf die momentane weltpolitische Situation, sagte die Bürgermeisterin der Gemeinde Nuthe-Urstromtal, Monika Nestler (Linke), in ihrer Büttenrede: „ Wir werden trotzdem feiern. Wir lassen uns unsere Lebensphilosophie nicht verderben!“

Ebenso bunt wie die Verkleidungen war das volle Programm, das die Karnevalisten zu bieten hatten. Bei Fassbier und Kesselgulasch und mit einem fröhlichen, meist dreifachen „Helau!“ wurden von der „Mini-Garde“ bis hin zu den „Nutheperlen“, dem „Dance-Express“ und den „White Boys“ auch alle anderen Akteure lautstark vom Publikum bejubelt.

Besonders freut sich der Verein über den Zuwachs bei den Kleinsten. „Ich tanze mit, weil es Spaß macht und meine Freundin dabei ist“, sagte Jung-Karnevalistin Emma Schneider. Aber auch alteingesessene Narren kamen auf ihre Kosten. „Karneval auf dem Land ist viel besser, weniger überfüllt, dafür aber mehr Stimmung,“ sagte Christin Bock aus Woltersdorf, die kürzlich wieder aus der Großstadt herzog und nun bunt verkleidet mitfeierte. Das merkte man auch daran, dass mit jeder Comedy- Einlage und jedem Auftritt einer Garde die Stimmung im Publikum ausgelassener wurde.

Jörg Kräker, Sitzungspräsident des Vereins, befand: „In dieser verrückten Welt muss der Mensch Anker schlagen und das geht nur in der Gemeinschaft.“ Dass Jung und Alt friedlich und stimmungsvoll miteinander feierten, stelle ihn zufrieden. Glücklich wirkte auch das Prinzenpaar Sebastian Fischer und Annika Engel, die dieses Jahr in ihr Amt gewählt wurden. Nach einigen Tänzen und vielen „Helau!“-Rufen kamen der traditionelle Walzer und der Kuss des Prinzenpaares, bis sich gegen 1 Uhr nachts langsam die letzten auf den Heimweg machten.

Von Katja Schubert

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