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Gastronom hadert mit Dauer-Baustelle

Bauarbeiten am Bahnhof Gastronom hadert mit Dauer-Baustelle

Der Ausbau des Zossener Bahnhofsgebäudes zieht sich weiter hin. Leidtragende sind Michael Wadefuhl und sein Team. Der Gastronom hat Steakhaus, Bistro und das im Umbau befindliche Hostel von der Stadt gepachtet. Ende Dezember sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein, verspricht Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B).

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Sven, Michael und Sandra Wadefuhl (v.l.) bangen wegen der Bahnhofs-Dauerbaustelle um ihre Existenz als Gastronomen.
 

Quelle: Frank Pechhold

Zossen .  
 Der Zeitplan für das im Zossener Bahnhofsgebäude geplante Hostel gerät ins Wanken. Zudem bleiben die Gäste im Steakhaus weiter aus. Schuld daran sind die aus seiner Sicht nur schleppend voran gehenden Bauarbeiten, meint Michael Wadefuhl. Er hat Steakhaus, Bistro und Hostel von der Stadt gepachtet. Fragt sich nur, wie lange noch.

„Wir bangen um unsere Existenz“, so Wadefuhl. Ende März begannen, wie berichtet, die Bauarbeiten in dem für 60 Gäste ausgelegten Hostelbereich. Kurz darauf ging der Umsatz im Steakhaus extrem zurück. Eine vor den Fenstern herunterhängende Bauplane schreckte die Gäste ab. In dieser schwierigen Situation griff die Stadt Wadefuhl unter die Arme, ließ ein großes Werbebanner mit der Aufschrift „Steakhaouse – Wir haben geöffnet“ anfertigen und erließ ihm die Miete für die ganze Bauzeit. Weil das alles nichts half, wandten sich Wadefuhls Tochter Sandra und ihr Mann Sven Wadefuhl Mitte Mai an die Kochprofis des Fernsehsenders RTL 2. Deren kulinarische Rettungsmission wird frühestens Ende August ausgestrahlt. Bis dahin könnte es für Wadefuhls Team schon zu spät sein.

„Eigentlich wollten wir drei Monate Pause machen, bis die ärgsten Bauarbeiten beendet sind“, sagt Michael Wadefuhl. Aber weil das nicht im Interesse der Stadt gewesen sei, habe man sich dazu entschlossen, das Steakhaus offen zu halten. „Auch wenn es uns sehr schwer fällt.“ Mittlerweile bezahlt Wadefuhl monatlich rund 10 000 Euro Lohnkosten für seine sieben Mitarbeiter aus der eigenen Tasche. „Wir sind sehr unzufrieden mit der Situation“, sagt Sandra Wadefuhl. Vor allem verstehe sie nicht, warum der Umbau des Bahnhofs so lange dauere. „Bei der Sanierung des Postgebäudes am Marktplatz ging alles viel schneller. Das wird schon am 17. Juli eingeweiht“, verweist sie auf ein anderes städtisches Projekt. „So lange das Baugerüst neben dem Steakhaus-Eingang steht, bleiben viele potenzielle Gäste weg, weil sie denken, drinnen sieht es auch nach Baustelle aus“, sagt Sven Wadefuhl.

Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) zufolge „werden alle Umbauarbeiten inklusive des Innenausbaus der Rucksackherberge bis Dezember 2015 fertiggestellt“. Diesem Fertigstellungstermin traut Michael Wadefuhl nicht: „Da bin ich sehr skeptisch.“

Von Frank Pechhold

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