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Teltow-Fläming Gastwohnungen für Knobi-Gourmets
Lokales Teltow-Fläming Gastwohnungen für Knobi-Gourmets
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11:44 11.03.2017
Simone Edinger auf der Baustelle: Links zieht sie ein, rechts entsteht ein Haus mit Ferienwohnungen. Quelle: Frank  Pechhold
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Mellensee

Gemütlich feiern im Restaurant und sich dann nach wenigen Schritten ins gemachte Bett legen: Das können Gäste der Mellenseer Knoblauch-Gaststätte „Dachstuhl“ bald. Auf dem Grundstück entstehen zwei Häuser. Eins mit Ferienwohnungen. In das benachbarte Zweifamilienhaus zieht Geschäftsführerin Simone Edinger ein, die 2017 ein  Jubiläum feiert.

Die zündende Idee

Vor 20 Jahren fing alles mit dem Kauf des ehemaligen Dorfkonsums in Klein Eichholz (Dahme-Spreewald) an, wo es noch einen „Dachstuhl“ gibt. „Der alte Konsum sah aus wie eine Hütte mit Anbau und gammelte vor sich hin“, so Edinger. Eigentlich hätte man ihn genau so gut abreißen können. So gesehen gehörte nicht nur Geld, sondern auch Mut dazu, das marode Gebäude in eine ansehnliche Gaststätte zu verwandeln. Als beim Umbau die Decke rausgenommen wurde und der Blick auf die Außenhaut frei war, kam jemand auf die zündende Namensidee „Dachstuhl“.

„Die Knoblauch-Speisekarte haben wir erst ein Dreivierteljahr nach der Eröffnung eingeführt.“ Bis dahin lief das Geschäft nicht schlecht, aber auch nicht übermäßig gut. Knoblauchbrötchen und die legendäre Knoblauchsuppe sprachen sich rasch herum. „Knoblauch-Gerichte in allen Variationen kannten die Leute noch nicht. Damit hatten wir ein Alleinstellungsmerkmal.“

Knoblauch-Konzept kopiert

Weil es in Klein Eichholz so erfolgreich war, wurde das Knoblauch-Konzept in Mellensee kopiert. Auch der zweite Standort liegt an einer Bundesstraße, „damit man gesehen wird“. Zudem ist er weit genug weg von Klein Eichholz, „damit wir uns nicht die selben Gäste nur hin und her schieben“.

Das Holzblockhaus steht an der Ortsgrenze zu Zossen und wurde im Sommer 2004 eröffnet. „Am Anfang waren oben noch keine Fenster drin, weil uns das Geld ausgegangen war. Trotzdem half uns die außergewöhnliche Architektur beim Start.“ Viele Autofahrer hielten an, um einfach nur zu gucken und spontan einzukehren. Bis 2010 hatten die Gäste innen den vollen Durchblick. Dann wurde eine zweite Etage eingezogen, um auch in der kalten Jahreszeit mehr Plätze anbieten zu können. „Mit der Empore haben wir uns die Sommerterrasse nach drinnen geholt“, so Edinger.

100 Kilo Knoblauch

Mehr als 100 Kilo Knoblauch und gut 120 Kilo selbst gemachte Pasta werden in einem guten Monat in beiden Restaurants verarbeitet, wo sich 20 Mitarbeiter einschließlich Aushilfen um die Gäste kümmern. Während der Name „Dachstuhl“ in Klein Eichholz ein Begriff ist, hat er sich in Mellensee nicht wirklich durchgesetzt. „Dachstuhl“ stehe zwar draußen an, „aber die Leute sagen, wir gehen ins Knoblauchhaus oder in die Knoblauchhütte“. Hier sei sie oft vor Familienfeiern auf Übernachtungsmöglichkeiten angesprochen worden, so Edinger. Zudem kämen im Sommer viele Touristen nach Mellensee und die benachbarten Ortschaften. „Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, ein nordisch-rot angestrichenes Appartementhaus mit vier jeweils 70 Quadratmeter großen Ferienwohnungen zu bauen.“ Eine Wohnung ist barrierefrei und damit für Rollstuhlfahrer geeignet. „Vielleicht vermieten wir die Wohnungen in der Nebensaison auch an Monteure. Jedenfalls streben wir eine ganzjährige Auslastung an.“ Wie lange noch gebaut wird, steht noch nicht fest. „Wir werden aber sicher vor dem Flughafen BER fertig.“

Von Frank Pechhold

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